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                                                                                  Grenzbereiche ____________________________________________________________________________________________________________

Sie interessieren sich dafür weshalb einige HiFi - Freunde auf Kabel der Marke XY schwören, während andere so etwas als Spinnerei abtun? Oder warum Besitzer von HiFi - Anlagen ihre Geräte an teuren Netzleisten betreibt, obwohl ihnen technisch / wissenschaftlich orientierte Menschen einen Vogel zeigen und ihnen unmissverständlich zu verstehen geben, sie seien auf irgendwelchen Humbug hereingefallen, und man hätte ihnen wieder einmal das Geld aus der Tasche gezogen? Nun, das würde ich auch gerne wissen, aber eine belastbare Antwort auf diese Fragen habe ich noch nicht gefunden - wohl gemerkt auf die Frage, weshalb beide Gruppen zu derart unterschiedlichen Überzeugungen gelangt sind. Zu diesem Themenkomplex gibt es verschiedene Theorien, die immer wieder irgendwo auftauchen und für erhitzte Gemüter sorgen. Ich will dazu kurz Stellung nehmen, soweit ich glaube dies vertreten zu können.

Dass ich dieses Thema überhaupt aufgreifen ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass immer wieder intelligente, besonnene, ernst zu nehmende und in HiFi - Angelegenheiten äußerst erfahrene, zum Teil durch ihre Berufe einschlägig vorgebildete Menschen mit einem hohen Maß an Überzeugungskraft zum Beispiel behaupten:

“Der Austausch eines NF - Kabels gegen ein anderes (besseres, teureres) kann keine Auswirkung auf das Klangbild einer ansonsten unveränderten HiFi - Anlage haben, weil da im Klangbild nichts ist, was sich ändern würde. Zwar lassen sich mit heutigen hochsensiblen Messgeräten und Messmethoden bislang minimale Veränderungen im Signal nachweisen, welche jedoch weit unterhalb der Schwelle angesiedelt sind, die mit bloßem Ohr noch wahrgenommen werden könnte. Also muss die wahrgenommene Veränderung auf einer Sinnestäuschung des jeweils Wahrnehmenden beruhen, ausgelöst durch dessen Erwartungshaltung. Dies ist durch eine Reihe von Fake- und Blindtests eindeutig nachgewiesen worden.”

Auch ist meine Stellungnahme der Tatsache geschuldet, dass ebenso intelligente, besonnene, ernst zu nehmende und in HiFi - Angelegenheiten äußerst erfahrene, zum Teil durch ihre Berufe einschlägig vorgebildete Menschen mit einem hohen Maß an Überzeugungskraft zum Beispiel behaupten:

“Der Austausch eines NF - Kabels gegen ein anderes (besseres, teureres) hat durchaus eine Auswirkung auf das Klangbild so mancher ansonsten unveränderten HiFi - Anlage. Warum das so ist spielt zunächst keine Rolle. Mit Sinnestäuschung hat das nichts zu tun. Und die zu Beweiszwecken angeführten Blindtests, in denen Zuhörer sich reihenweise geirrt haben, waren fernab jeder üblichen Hörgewohnheiten und beinhalteten so viele grundlegende Fehler, dass sie nicht aussagekräftig sein können und somit lediglich in die Irre führen.”

Die Ursache für die Existenz derart unversöhnlicher, aus Sicht der sie jeweils vertretenden Personen ebenso fundierter wie unumstößlicher Positionen, die sich auf den ersten Blick scheinbar diametral gegenüber stehen und einander somit ausschließen müssten, liegt vermutlich darin begründet, dass beide Positionen zutreffend sind und somit beide Diskutanten Recht haben. Wie das...?

Ich vertrete eine Auffassung, die zum Teil auf Annahmen und Spekulationen beruht; sie lässt sich am Beispiel meiner Testanlage recht gut verdeutlichen. Die Geräte dieser Anlage sind häufig mit NF - Kabeln eines bestimmten Herstellers verbunden, mit denen ich sehr zufrieden bin. Allerdings verfüge ich auch über diverse NF - Kabel anderer Hersteller, mit denen ich ebenso gute, wenn bisweilen auch etwas andere Ergebnisse erziele. Davon sprechen zu wollen, dass eines dieser Fabrikate grundsätzlich besser sei als das andere, wäre purer Unsinn...

 

                                                                                                ...aber:

 

Wenn ich einen erstklassigen CD - Player mit einem ebenso hochwertigen Vorverstärker und zwei  Endstufen mit den NF - Leitungen des Herstellers A verbinden, dann gelange ich möglicherweise über die imaginäre Grenze. Verwende ich stattdessen die NF - Kabel des Herstellers B gelingt mir dieses unter Umständen nicht mehr.

Tausche ich bei Verwendung der NF - Kabel des Herstellers B nun lediglich die Endstufen aus, so gelange ich möglicherweise wieder über die imaginäre Grenze. Verwenden ich in dieser neuen Kombination jedoch einen anderen Vorverstärker, wird die imaginäre Grenze möglicherweise nicht mehr erreicht. Setzen ich nun wieder die Kabel des Herstellers A ein gilt dies möglicherweise ebenfalls. Warum das so ist und was genau da passiert weiß ich nicht. Entscheidend bei dieser Beobachtung ist jedoch, dass ich den Unterschied (bezogen auf dieses Beispiel) niemals sofort erkenne. Erst nach einiger Zeit stellen sich Gefühle ein, die sich am ehesten mit Behagen oder Unbehagen umschreiben lassen. Mit relativ kurzfristigem hin- und her Schalten, wie dies bei üblichen Blindtests meist geschieht, sind diese Unterschiede nach meiner Überzeugung nicht zu erfassen.

Um noch einmal zu den Unterschieden im Klangbild zurück zu kehren: Mit den wechselseitig “falschen” NF - Kabeln in der jeweiligen Kette, die ich für das Beispiel herangezogen haben, stellen sich - erst nach ein paar Minuten, nach einer Viertelstunde oder nach einer erheblich längeren Zeitspanne - Irritationen ein, die mit üblichen Klangbeschreibungen nicht zu erfassen sind, die jedoch zunehmend so etwas wie Unlustgefühle oder eine Art innerer Unruhe erzeugen. Mit den “richtigen” Kabeln in dieser Kette stellen sich diese negativen Gefühle nicht ein, und es fällt mir selbst dann äußerst schwer die Anlage auszuschalten, wenn ich bereits über Stunden Musik gehört habe. Der Vergleich findet also nicht unmittelbar zwischen den beiden Klangbildern statt, die sich auf Anhieb praktisch nicht unterscheiden lassen. Vielmehr scheint das Gehirn einige Zeit zu benötigen, bis es das Klangbild nach einer Reihe von Soll - Ist - Vergleichen als “richtig” akzeptiert und seine Vergleiche einstellt, wodurch sich das wohlige Behagen verstärkt. Oder es erkennt bei diesen Soll - Ist - Vergleichen “Unnatürlichkeiten”, fokussiert sich auf diese und verstärkt das Unbehagen. Dies ist wie bereits erwähnt weder mit Blindtests zu erkennen, bei denen oft schon nach relativ kurzer Zeit umgeschaltet wird, noch ist es mit vielen (auch teuren) HiFi - Anlagen überhaupt aufzuspüren, da diese nach einiger Zeit (zumindest in der Peripherie, in der sie betrieben werden) grundsätzlich Unbehagen erzeugen, so gut sie auf Anhieb auch klingen mögen. Das anhand von NF - Kabeln demonstrierte  Beispiel lässt sich auf andere Einflussgrößen innerhalb meiner Testanlage sinngemäß übertragen. 

 

                                                                           Warum also könnte es sich so verhalten...?

 

Weil das, was hier den entscheidenden Schritt über die imaginäre Grenze hinweg bewirkt oder ermöglicht, sich nicht im Bereich einzelner, leicht nachvollziehbarer Parameter abspielt, und damit weder durch Messungen an Geräten noch durch den Tausch von Kabeln so ohne Weiteres erfasst, vorausgesehen oder hervorgerufen werden kann. Viel eher treffen meiner Annahme nach mehrere verschiedene Einflussgrößen aufeinander, interagieren miteinander und  beeinflussen sich auf subtile Weise gegenseitig. Was dann geschieht, spielt sich nachvollziehbar in der Innenwelt des Zuhörenden ab und ist damit so subjektiv, wie nur irgend etwas sein kann.

Aber warum reagieren dann unterschiedliche Menschen emotional in gleicher oder ähnlicher Weise vor einer solchen Musikanlage, mit der diese Grenze überschritten wurde? Weil sie - wie bei einem Liveauftritt mit akustischen Instrumenten in einem kleineren Veranstaltungsraum - auf Musik emotional gleich oder sehr ähnlich reagieren. Niemand achtet dort darauf ob die Anblasgeräusche eines Saxophons stimmig und mit genügend Atem wiedergegeben werden, wie klar oder verwaschen ein Xylophon klingt, ob die Saiten des akustischen Basses konturiert genug wirken und ob der Korpus des Instrumentes lange genug nachschwingt, ob das mit dem Besen angeschlagene Becken metallisch genug erscheint, lange genug ausschwingt usw. Wozu auch? Es klingt eben wie es klingt. Treten dieselben Interpreten einige Tage später in einem anderen Raum auf, dann klingt es sicherlich anders, aber das spielt für die Zuhörer keine große Rolle. Was sich in diesen Livekonzerten wie von selbst einstellt, ist eine bestimmte Atmosphäre die mit allen Sinnen wahrgenommen wird, ist Entspannung, ist Freude an der Musik, ist Genuss, ist pure Emotion, ist etwas, das die allermeisten HiFi - Anlagen trotz exzellenter Messwerte nicht transportieren können. Wer würde sich in der Atmosphäre eines Livekonzertes schon den Kopf über die Linearität des Frequenzganges am eigenen Hörplatz, über plastische Mitten oder hoch aufgelöste Oberwellenspektren den Kopf zerbrechen? Aber warum geschieht dies dann andauernd vor einer typischen HiFi - Anlage? Ich glaube nur aus einem einzigen Grund: Die Anlage kann beim Zuhörer nicht annähernd die Atmosphäre erzeugen, deretwegen wir üblicherweise in Livekonzerte gehen. 

Falls eine Anlage diese Atmosphäre jedoch transportieren kann - natürlich hinsichtlich Größe der Abbildung und Lautstärke eingeschränkt  -  dann wird mit ihr die imaginäre Grenze überschritten, ganz egal wie unlinear deren Frequenzgang am Hörplatz, wie eingeschränkt die Übertragungsbandbreite einzelner Geräte, wie hoch die nichtlinearen Verzerrungen oder was auch immer in diesem Moment sein mögen. Ist das Gehörte dann trotz aller technischer Fehler noch als HiFi im Sinne des Wortes zu bezeichnen? Natürlich ist es das, gerade weil es mit dieser Anlage (fast) genau so klingt wie echt, losgelöst von irgendwelchen technischen Erwägungen. Fragen Sie sich im Gegenzug doch einmal: Erfüllt eine Musikanlage die Kriterien im Sinne des Wortes HiFi nur deshalb, weil ihre technischen Daten (fast) perfekt sind, wenn es trotzdem irgendwie unecht klingt und längerfristig keinen Spaß macht? Sehen Sie, genau das habe ich gemeint.

Das überschreiten der Grenze zu diesem faszinierenden Erlebnis geschieht bei meinen Testreihen übrigens nicht kontinuierlich und in kleinen Schritten, sondern meist unerwartet und nach langwierigen Versuchen, nicht selten bei scheinbar unbedeutenden Veränderungen. Wird an einer perfekt aufspielenden Kette dann zusätzlich wieder etwas geändert, und sei es auch nur eine Kleinigkeit, so kann der Effekt ebenso plötzlich wieder verloren gehen. Was dabei  geändert wurde, spielt keine große Rolle, die Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Zuhörer sind vergleichbar und diese reagieren verblüffend ähnlich.

 

                                                                    Für mich ergibt sich daraus folgende denkbare Konklusion:

 

Der Tausch (z.B.) eines Lautsprecherkabels mag bei der einen Anlage, sollte sie auch noch so schlicht, edel, billig, teuer, aufwändig, simpel, messtechnisch gut, schlecht oder was auch immer sein, keinerlei klangliche Veränderung hervorrufen, weil das in dieser speziellen Konstellation zutreffende, komplexe Zusammenspiel und die Interaktionen irgendwelcher Parameter dies weder akustisch noch messtechnisch erkennbar werden lassen. Dies wäre eine zunächst durchaus positive Eigenschaft der Anlage, die für die Stabilität, die Unabhängigkeit von / die Unbeeinflussbarkeit durch derartige(n) Maßnahmen spräche. Spielt diese Anlage oberhalb der imaginären Grenze: Perfekt kombiniert oder einfach nur Glück gehabt! Tut sie es nicht (was unterstellt werden kann, sonst wäre das Kabel gar nicht erst ausgetauscht worden) besteht Handlungsbedarf.

Der Tausch (z.B.) eines Lautsprecherkabels mag bei einer anderen Anlage, sollte sie auch noch so schlicht, edel, billig, teuer, aufwändig, simpel, messtechnisch gut, schlecht oder was auch immer sein, sehr wohl eine Veränderung hervorrufen, weil das in dieser speziellen Konstellation zutreffende, komplexe Zusammenspiel und die Interaktionen irgendwelcher Parameter dies zumindest mit dem Gehör / Gefühl erkennbar werden lässt. Dies wäre ebenfalls eine zunächst durchaus positive Eigenschaft der Anlage, die für eine nutzbare Instabilität, eine Reaktionsfähigkeit auf / die Beeinflussbarkeit durch derartige(n) Maßnahmen spräche. Spielt diese Anlage oberhalb der imaginären Grenze: Perfekt kombiniert oder einfach nur Glück gehabt! Tut sie es nicht (was aus besagtem Grund zu erwarten ist) besteht ebenfalls Handlungsbedarf.

Dieser Zusammenhang könnte für die zugleich richtigen wie konträren Überzeugungen der Diskutanten zumindest einen Erklärungsansatz bieten und diese zukünftig etwas versöhnlicher stimmen. Wenn unterschiedliche Personen im Lauf der Jahre mit unterschiedlichen Anlagen und Vorgehensweisen zu verschiedenen Erfahrungen gelangen, so macht es keinen Sinn, der jeweils anderen Seite pauschal Ignoranz oder Selbsttäuschung zu unterstellen. Außerdem könnte dieser Zusammenhang darauf hinweisen, dass durch bloßes Verbessern technischer Parameter die unterstellten Ziele beider - in den eigenen vier Wänden Musik möglichst realistisch zu erleben - nicht oder nur mit extremem Aufwand zu erreichen sind. Die Aussagen so mancher HiFi - Freunde, sie könnten in einer beliebigen fremden Kette (z.B.) den Tausch eines Kabels gegen ein bestimmtes anderes Kabel nach kurzer Zeit im A / B - Vergleich heraushören und darüber hinaus sogar beurteilen, ob dieses besser oder schlechter klingt, halte ich für absurd - eine überragende Fähigkeit im Übrigen, die schlagartig immer dann verloren geht, wenn diese HiFi - Freunde nicht mehr wissen können welches Kabel sich gerade in der Kette befindet. Dies ändert jedoch nichts daran, dass andere HiFi - Freunde in der eigenen Kette sehr wohl zu unterscheiden wissen, welches ihrer (z.B.) Lautsprecherkabel im Einsatz ist.

Ob sich das, was sich durch die (unterstellten) Interaktionen irgendwelcher Parameter - und das ist aus meiner Sicht das Entscheidende - während der laufenden Musikwiedergabe in einer bestimmten Kette verändern könnte, auf der Ebene elektrischer Signale auch messen lässt, ohne den Effekt durch die Messung selbst zu Beeinflussen, weiß ich nicht. Die Messbarkeit der Veränderung des akustischen Signals am Hörplatz, ausgelöst zum Beispiel durch den bloßen Austausch eines Unterstellfußes unter einem Gerät gegen einen anderen, halte ich dagegen für gegeben, bin dazu jedoch nicht in der Lage. Hingegen halte ich es nach meinem derzeitigem Kenntnisstand für völlig ausgeschlossen, dass irgend jemand regelmäßig zutreffende Vorhersagen machen könnte, wodurch - genau - sich besagter Effekt in einer fremden Anlage in gleicher Weise und ohne langwierige Versuche gezielt hervorrufen ließe. Damit derartig geringe Veränderungen im Klangbild überhaupt wahrgenommen werden können, müssen ohnehin einige Grundbedingungen erfüllt sein (siehe Philosophie), sonst bleiben Versuche dieser Art ein hoffnungsloses Unterfangen. Aber wie gesagt, bei all dem handelt es sich um einen eher spekulativen Erklärungsansatz aufgrund von Annahmen und beruhend auf vielfältigen Beobachtungen und persönlichen Erfahrungen.

Zur Erinnerung: Ich selbst habe in meinem Leben nur wenige HiFi - Anlagen gehört die oberhalb der imaginären Grenze spielten, für deren Einstandpreis man problemlos ein ansehnliches Einfamilienhaus im Grünen hätte erstehen können. Ebenso habe ich mehrfach Anlagen gehört, die auch oberhalb der imaginären Grenze zu spielen in der Lage waren, für deren Gegenwert man bestenfalls einen gebrauchten Kleinwagen hätte kaufen können. Daraus ergeben sich einige interessante Fragen:

“Was genau hatten oder taten diese ansonsten grundverschiedenen HiFi-Anlage, die unter völlig unterschiedlichen Bedingungen allesamt oberhalb der imaginären Grenze zu spielen in der Lage waren, was unzählige andere, moderne und bisweilen extrem teure HiFi- Anlagen, die diese Grenze keinesfalls überschritten, nicht hatten oder tun konnten, das mit Messmethoden objektiv nachweisbar wäre...?”

Nichts von dem ich nach heutigem Stand wüsste oder gar präzise beschreiben könnte was es ist.

“Woran - außer am Klangbild - lässt sich erkennen oder gar voraussagen, ob eine Anlage oberhalb der imaginären Grenze zu spielen in der Lage ist oder sein wird...?”

Ebenfalls an nichts das ich Ihnen an die Hand geben könnte. Es ist letztlich eine Frage der Erfahrung, der Voraussetzungen, also eine Kombination aus Routine, Fleiß, großer Sorgfalt und nicht zuletzt etwas Glück, unter gegebenen räumlichen Bedingungen sowie unter Einhaltung eines vorgegebenen Budgets eine wirklich gut klingende und über viele Jahre hinweg befriedigende Anlage hinzubekommen. Oft ist das leider nicht so einfach wie es sich anhört. 

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Nun möchte ich ein Beispiel dafür schildern, wie selbst scheinbare Kleinigkeiten den Klang einer HiFi-Anlage verändern können. Vor einiger Zeit hatte sich einer meiner HiFi-Freunde in große Lautsprecher “verliebt“, die weder er noch ich jemals zuvor irgendwo gehört hatten. Warum weiß ich nicht, vermutlich weil ihn die Optik beeindruckt hat und er unbedingt „sowas“ zu Hause haben wollte. Es handelte sich dabei um die Monitor 890 Lautsprecher der Firma VISATON in Haan, deren Firmensitz bei mir sozusagen „um die Ecke“ liegt.

Also habe ich ihm die Chassis und Weichenbauteile dort besorgt und ihm diese Lautsprecher zusammen mit ein paar HiFi-Freunden und einem ortsansässigen Schreiner gebaut. Gegenüber dem Original, das Sie rechts im Bild sehen, habe ich ein paar Veränderungen vorgenommen. Die Weiche wurde mit höherwertigen Bauteilen aufgebaut und in ein stabiles Gehäuse eingebaut und auf die Rückseite der Lautsprecher nach außen verlegt, die Pegelregler für die beiden Hörner wurden später durch Festwiderstände ersetzt usw. Außerdem wurde das nach meiner Einschätzung etwas zu labile Tieftongehäuse auf 40er Multiplex umgerechnet und die Lautsprecher erhielten eine massive Standfläche aus MDF. Selbstverständlich blieben dabei alle Innenmaße sowie der BR-Tunnel unverändert. Ob diese Entscheidung irgendeine Bedeutung für die nachfolgenden Schwierigkeiten hatte konnte ich im Nachhinein nicht mehr feststellen, halte das aber für äußerst unwahrscheinlich.

Als alles fertig war, schlossen meine HiFi-Freunde und ich die Lautsprecher an die Testanlage an und hörten Musik. Nun ja, es klang nicht wirklich schlecht, aber irgendetwas stimmte da nicht. Von einer solchen Konstruktion darf man erwartet dass sie ein hohes Maß an Spielfreude vermittelt, bei entsprechendem Musikmaterial regelrecht explodiert. Und genau das geschah nicht. Es klang immer irgendwie “...ganz gut aber zu verhalten, um nicht zu sagen langweilig... ”

Also begannen wir mit unserer Suche nach der möglichen Ursache, leider ohne Erfolg. Man muss sich das einmal vorstellen: Was die Testanlage kann wussten wir, was in diesem Raum möglich ist war ebenfalls bekannt. Und ein solcher Lautsprecher kann nach meiner Einschätzung wie auch immer klingen, aber LANGWEILIG...??? Das war für mich irgendwie unvorstellbar.

In meiner Ratlosigkeit rief ich einen Bekannten an, einen professionellen Entwickler und Tüftler, und schilderte ihm was bei mir gerade passierte. Nachdem er sich das alles angehört und etliche Fragen gestellt hatte sagte er: ”Das muss ich mir erst mal selber anhören, ich komme vorbei.” Er kam, setzte sich vor die Anlage, wir legten irgendetwas auf und hörten zu. Nachdem er ein paar Minuten gelauscht und mehrere Titel angespielt hatte, dreht er sich um und fragte lachend:

 

                                              ZITAT: “Wo ist denn da die Musik? Da kommt ja gar keine Musik raus.” ZITAT ENDE

 

Dann stand er auf, schaute sich einen der Lautsprecher genauer an und sagte: Hebt doch mal das Horn an.” Er nahm die drei serienmäßigen runden Holzfüße, auf denen das Mitteltonhorn üblicherweise ruht, legte diese mit den Rundungen auf das Tieftongehäuse und ließ uns das Horn wieder auflegen. Auf der anderen Seite haben wir das dann auch gemacht: Mitteltonhorn hochheben..., Füßchen sternförmig hinlegen damit das Horn nicht wegrollen kann, Horn wieder auflegen. Dann starteten wir erneut die Wiedergabe. Urplötzlich spielten diese Lautsprecher exakt so auf wie man es von einem System mit diesen Chassis zu Recht erwarten darf. Die vermisste Lebendigkeit war da, es klang sauber, dynamisch, anspringen, für Lautsprecher dieser Bauart geradezu typisch packend und mitreißend.

Mal ehrlich, wären Sie darauf gekommen…? Hätten Sie erwartet dass die dünnen Lagen aus Moosgummi (oder was auch immer das sein soll) an den Ober- und Unterseiten der Holzfüßchen sich in dieser Weise negativ auswirken können…? Ich  jedenfalls hätte die Ursache zum damaligen Zeitpunkt an dieser Stelle nie und nimmer vermutet. Aber das Beispiel zeigt wie fragil, wie anfällig eine HiFi-Anlage auf alles Mögliche reagieren kann, nicht selten auf irgendwelche scheinbaren Nebensächlichkeiten.

VISATON-Snip
Visaton 890-2

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                                                                                WAS  IST  DRAN  AM  LS - KABELKLANG...?

 

Immer wieder behaupten HiFi-Freunde, der Klang ihrer Anlage hätte sich nach dem Wechsel ihrer Lautsprecherkabel geändert. Manche Diskutanten in Internetforen bestreiten energisch, dass dies durch ein bloßes Stück Draht zwischen Verstärker und Lautsprecher überhaupt möglich sei und sprechen davon, so genannter Kabelklang sei völlig ausgeschlossen, solange es sich bei den LS-Kabeln um übliche Längen, übliche Materialien, normale Leiterquerschnitte handle, und in die Kabel keine Kästchen (Zobelglieder o.ä.) eingefügt sind. Zeit also, dem Ganzen einmal messtechnisch  auf den Grund zu gehen. Ohne allzu viel vorwegnehmen zu wollen: Kabelklang - in dem Sinne, man könne einem bestimmten Kabel ein bestimmtes Klangbild problemlos zuordnen - gibt es tatsächlich nicht, das hat sich im Verlauf der Messungen immer wieder gezeigt.

Es gibt jedoch Verstärker/Lautsprecher - Kombinationen, die sehr wohl auf den Wechsel von Lautsprecherkabeln klanglich reagieren. Die gemessenen Unterschiede sind nicht gewaltig und dürften für “normale” Anlagenbesitzer unwichtig sein. Wer sich jedoch intensiv mit seiner HiFi-Anlage auseinandersetzt, wer über einen akustisch optimierten Hörraum, über auserlesene HiFi-Geräte und ein gutes Gehör verfügt, für den dürften die gemessenen Unterschiede durchaus interessant und vor allem hörbar sein. Die weiter unten zu sehenden Resultate sind als stellvertretend zu betrachten, da weder ich noch jemand sonst die individuelle Reaktion einer Anlage auf ein bestimmtes LS-Kabel tatsächlich voraussehen oder vorausberechnen könnte. Hier gilt dasselbe wie bei allen anderen Komponenten. Ein Lautsprecherkabel sollte in aller Ruhe ausprobiert werden um sich selber ein Urteil zu bilden. Und dies sollte tunlichst in den eigenen Räumlichkeiten, mit der eigenen Anlage und mit vertrautem Musikmaterial geschehen. Glauben Sie niemals ungeprüft, was in so manchen Testzeitschriften über den (angeblich) hervorragenden Klang von LS-Kabeln geschrieben steht, auch nicht was Ihnen Händler darüber erzählen, wie dieses oder jenes Kabel (angeblich) klingen würde, und vertrauen Sie schon gar nicht auf das, was ihnen irgendwelche Leute, die zuhauf und anonym in diversen Internet - Foren ihr Unwesen treiben, über den (angeblichen) Klang oder Nichtklang von Lautsprecherkabeln erzählen wollen. Niemand von dieses “Weissagern” kennt Ihre Anlage, und keiner von ihnen kann ohne die berüchtigte Kristallkugel oder den oft zitierten Kaffeesatz zu einem Urteil gelangt sein, ob und wie Ihre Kette auf einen Wechsel der Lautsprecherkabel (angeblich) reagieren wird..., aber ich denke das dürfte Ihnen ohnehin klar sein.

Zunächst zur Messmethode die ich angewandt habe. Weder wollte ich irgendwelche hypothetisch errechneten Werte, noch irgendwelche bizarr gezackten Frequenzgänge mit ebenso gewaltigen wie schmalbandigen Bergen und Tälern, wie sie bei Messungen über alles am Hörplatz durch Raumeinflüsse zwangsläufig entstehen, sondern präzise Messungen des Schalldrucks, der von den Lautsprechermembranen tatsächlich in den Raum hinein abgestrahlt wird. Ob und wie sich die dabei gemessenen Unterschiede in der Praxis am Hörplatz auswirken, hängt von zu vielen Faktoren ab um darüber ernsthaft spekulieren zu können; mit einer hochwertigen Anlage in einem optimierten Hörraum dürften viele dieser Unterschiede hörbar sein, mit einer willkürliche zusammengestellten Anlage in einem typischen Wohnraum eher nicht.

Für derartige Messungen bot es sich an einen Schallpegelmesser mit direkter Anzeige unmittelbar vor den jeweiligen Lautsprechermembranen zu positionieren, und bei unterschiedlichen Frequenzen die jeweils resultierenden Pegel vor und nach einem Kabelwechsel zu messen. Ich verwende dazu ein älteres, dabei sehr zuverlässiges Gerät mit einer Analoganzeige, das mir über die Jahre hinweg gute Dienste bei der Aufstellung von Lautsprechern und bei der Positionierung von Subwoofern geleistet hat. Nun ist natürlich klar, dass selbst hochwertigere Pegelmessgeräte immer noch Toleranzen aufweisen die über dem liegen, was an Pegeländerungen durch den Wechsel der LS - Kabel zu erwarten ist. Aus diesem Grund habe ich zu einem simplen Trick gegriffen und keine absoluten Werte gemessen, sondern ausschließlich vergleichende Messungen angestellt. Auf diese Weise darf die Toleranz des Messgerätes - bezogen auf den realen Wert - durchaus +/- 2% oder gar mehr betragen, auf das Messergebnis einer vergleichenden Messung wirkt sich solche Ungenauigkeiten praktisch nicht aus, da der Messfehler bei einer bestimmten Frequenz (zum Beispiel minus 2% bei 10kHz) für beide Messungen gleichermaßen gilt.

Zur Veranschaulichung: Mit einem Zollstock, der durch einen Produktionsfehler um einige Zentimeter zu kurz geraten ist, können sie natürlich nicht arbeiten. Aber feststellen ob zwei Maße gleich sind, ohne den absoluten Wert zu benötigen, können Sie damit noch immer problemlos. Falls dieser Vergleich nicht auf Anhieb verständlich sein sollte, erklärt er sich im Verlauf der folgenden Messung fast von alleine.

Worauf kommt es nun bei einem solchen Pegelmessgerät tatsächlich an...?  Zwei Faktoren sind es, die hier von entscheidender Bedeutung sind, die Ablesegenauigkeit und die Wiederholgenauigkeit. Ist eines von beidem nicht in ausreichendem Maße vorhanden, ist eine zuverlässige, reproduzierbare Messung unmöglich. Sind beide Voraussetzungen gegeben, dann lassen sich Pegelunterschiede des von der Membran abgestrahlten Schalls recht genau bestimmen.

 

ABLESEGENAUIGKEIT  UND  WIEDERHOLGENAUIGKEIT

Es ist nicht ganz einfach während einer Schallpegelmessung das analoges Messgerät präzise abzulesen, da man sich diesem nicht allzu sehr nähern darf. Auf Distanzen unter einem Meter Entfernung verändert sich der jeweilige Messwert zwangsläufig durch Reflexionen von der eigenen Körperoberfläche; ein Effekt den es bei den Messungen unbedingt zu vermeiden galt. Um den Geräuschpegel einer Autobahn oder ggf. den Lärmpegel zu messen, der aus einer Nachbarwohnung herüber schallt, muss man sich darum wenig Sorgen machen, aber wenn es um Genauigkeit, um zehntel dB und um die Reproduzierbarkeit gemessener Werte geht, erlangt die Berücksichtigung solcher Faktoren einige Bedeutung. Also musste eine Lösung her, die nur darin bestehen konnte an das Stativ, auf dem das Messgerät befestigt ist, eine zusätzliche Aufnahme für eine Kamera anzubringen, die von oben - aus einem bestimmten Winkel - die Skala fotografiert oder filmt. Auf diese Weise lassen sich die im Bild verewigten Messwerte im Nachhinein am PC problemlos auswerten, da die Aufnahmen dabei beliebig vergrößert werden können. Auf diese Weise wird die ABLESEGENAUIGKEIT deutlich verbessert.

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Anmerkung: Sowohl die Fotos von der Skala als auch die filmischen Aufzeichnungen der Messergebnisse benötigen eine genügend helle Ausleuchtung. Aus diesem Grund ist zu sehen wenn der Schatten des Zeigers mit ins Bild geraten ist. Leider konnte ich dies mit meinen doch sehr begrenzten fotografischen Möglichkeiten nicht vermeiden.

Nun aber zur ersten Messung. Oft wird in Internet-Foren behauptet, selbst Klingeldraht würde als LS-Kabel ausreichen, weil im Signalweg liegende Spulen und erst recht die Schwingspulen der Chassis aus sehr langen und dünnen Drähten gewickelt seien. Diese Aussage wollte ich mir einmal etwas genauer anschauen.

Links sehen Sie den Pegelmesser bei einer freihändigen Aufnahme mit Tageslicht. Er  zeigt in diesem Moment 0dB an, wobei dies einem tatsächlichen Schalldruck von 100dB entspricht. Das klingt nach sehr viel Lärm, ist es aber nicht, weil dieser Pegel unmittelbar vor der Lautsprechermembrane gemessen wird. In ein bis zwei Metern Abstand bleibt davon nicht mehr viel übrig, die Messungen sind also nicht gehörschädigend. Die zum Messen verwendeten Testsignale stammen allesamt von der Stereophile Test-CD (No.2) die sie bereits aus den CD - Player Blindtests kennen. Dabei handelt es sich um (über) 1/3 Oktave gewobbelte Testtöne, die ausgezeichnet zur Charakteristik des verwendeten Pegelmessers passen. Unter dem Pegelmesser sehen Sie um welche Mittenfrequenzen (Track 16-18) es sich bei den Testtönen von 20Hz bis 20kHz jeweils handelt.

Unterhalb des Textes finden Sie eine Vergrößerung der Anzeige des Messgerätes die verdeutlichen soll, wie genau ein Messwert mit Hilfe der fototechnischen Vergrößerung  von der Skala abgelesen werden kann. Wie Sie erkennen ist der Zeiger bei dieser Messung minimal gegenüber dem mittleren Strich der Skala nach rechts versetzt, links lugt bereits hauchdünn die Kante des Teilstriches hervor, wobei man sich über die tatsächliche Größenordnung dieser Abweichung im Klaren sein muss. Eine Zeigerbreite entspricht dabei etwa 0,1dB. Beim Ablesen eines Wertes von der Skala muss noch berücksichtigt werden, dass es sich um eine logarithmische Skalierung handelt. Direkt vor dem linken - 2dB Strich entspricht eine Zeigerbreite rund 0,2dB.

 

Die WIEDERHOLGENAUIGKEIT der Messungen ist in einem Youtube - Video festgehalten. Sie hören darin zwei der gewobbelten Testtöne nahtlos hintereinander (200Hz/160Hz) und sehen die jeweilige Anzeige auf dem Messgerät. Dann wird der Testton mehrfach kurz angehalten, der Zeiger fällt ab, und beim erneuten Starten der Testtöne geht der Zeiger präzise in die ursprünglichen Positionen (0dB/-0,2dB) zurück:

https://www.youtube.com/watch?v=FxzQkb9o6wU

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1. VERGLEICHSMESSUNG

Verglichen wurden die sich in Abhängigkeit vom jeweils gewählten Kabel ergebenden Schallpegel zwischen einer üblichen 4,0mm² Kupferlitze von der Rolle, und einer aus dem Zubehör von Modelleisenbahnern stammenden Kupferlitze mir 0,14mm² Leiterquerschnitt. Bei beide Kabeln wurde eine Länge von 2,30 Metern gewählt, so dass faire Vergleichsbedingungen herrschten. Als Verstärker wurde die regelbare Stereo - Endstufe SONY TA-N 55ES gewählt. Als Lautsprecher dienten u.A. die kompakten JBL Control 1pro. Gemessen wurde dann wie folgt: Der zu messende Lautsprecher wurde mit einem Spanngurt fest auf die zu diesem Zweck durchbrochene Arbeitsfläche gezurrt, so dass er sich beim (vorsichtigen) Wechseln der Kabel in seiner Position nicht verändern konnte.  Links sehen Sie ein Foto der JBL, daneben ein Foto des Versuchsaufbaus bei der Messung eines anderen Lautsprechers, dessen hochglänzender Lack durch ein untergelegtes Tuch geschützt wurde. Das Mikrofon des Messgerätes befand sich bei allen Messungen unmittelbar vor dem Zentrum des jeweils zu messenden Chassis.  Von einem Chassis zum nächsten wurde die Position des Messgerätes immer dann geändert, wenn der Pegel des höhere Frequenzen abstrahlenden Chassis (MT/HT) den Pegel des tiefere Frequenzen abstrahlenden Chassis (TT/TMT/MT) bei derselben Frequenz überschritt.

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Dann wurde Schritt für Schritt mit der 4mm² Kupferlitze der Schalldruck exakt auf 100dB bzw. auf 0dB  eingepegelt, danach auf die 0,14mm² Kupferlitze übergewechselt (Das Kabel wurde jeweils komplett, also an beiden Seiten getauscht) und bei derselben Frequenz der Schalldruck erneut gemessen. Hier ist das Ergebnis. Die blaue Kurve ist eine rechnerisch ermittelte, wie sie sich unter Berücksichtigung des Impedanzverlaufes der JBL rein theoretisch hätte ergeben sollen.

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frequenzgan-jbl-control-1-pro_500764

Wie Sie sehen unterscheidet sich der nun gemessene Frequenzgang deutlich von dem der 4mm² Kupferlitze. Die Ursache ist simpel, wäre die Impedanz des Lautsprechers bei allen Frequenzen gleich, hätte sich eine gerade Linie etwas unterhalb der Referenzlinie bei 0dB ergeben, bedingt durch den höheren Ohmschen Widerstand des dünneren Kabels. Da sich die Impedanz des Lautsprechers über die Frequenz jedoch ständig ändert, hat das dünnere Kabel bei verschiedenen Frequenzen einen unterschiedlich großen Einfluss auf den Schalldruck. Deshalb kann hier das Argument nicht gelten, das etwas leisere (sprich dünnere) Kabel würde in der heimischen Anlage nicht auffallen, weil man den Lautstärkeregler dann eben etwas weiter aufdrehen müsse. Dies würde jedoch nichts daran ändern können, dass die unteren Mitten sowie der Hochtonbereich um nahezu 1,5dB leiser wiedergegeben werden als der obere Mittenbereich, und dies in Relation zu einem ganz normalen, häufig verwendeten Lautsprecherkabel von der Rolle. Die Aussage: “Klingeldraht reicht aus weil.....” sollte damit hinreichend widerlegt sein.

Moment mal...”, könnte nun jemand sagen, “...das bezieht sich dann aber nur auf diese JBL Lautsprecher mit diesen Impedanzverhältnissen. Was passiert denn, wenn jemand andere Lautsprecher anschließt...?” Die Frage habe ich mir auch gestellt und zwei weitere Lautsprecher nach genau derselben Methode gemessen. Unten sehen Sie das dazugehörige Diagramm. Allerdings habe ich nur den Tieftonbereich bis hinauf zu 200Hz gemessen. Die Unterschiede von Lautsprecher zu Lautsprecher sind so eklatant, dass mir dies zur Bestätigung der von mir gleich zu Beginn getroffenen Aussage reicht. Sie erinnern sich...?  “Es gibt jedoch Verstärker/Lautsprecher - Kombinationen, die sehr wohl auf den Wechsel von Lautsprecherkabeln klanglich reagieren...

Nicht das Kabel ist es, was klingt, deshalb ist der Begriff Kabelklang irreführend, es sind die Komponenten der Anlage, die durch elektrotechnisch/physikalische Interaktionen mit dem Kabel klanglich auf dieses reagieren. 

Frequenzgänge-4

Sicher kann man nicht so ohne Weiteres die Pegelverluste der drei Lautsprecher in Verbindung mit dem 0,14 Kabel in direkter Relation zum Referenzpegel mit einer 4mm² Kupferlitze sehen. Die Differenzen untereinander, also von Box zu Box, bewegen sich in der Größenordnung von ungefähr 1dB, und damit in einem  Rahmen der problemlos gehört werden kann.

Mit kann ist gemeint, dass dies nur möglich sein dürfte wenn es sich um eine ausgereizte Anlage in einem akustisch erstklassigen Hörraum handelt, sowie dessen Besitzer über ein sehr gutes und sensitives Gehör verfügt.

Wenn in einer Grafik am linken Bildrand kein Maßstab gezeigt wird, entspricht der vertikale Abstand zwischen benachbarten horizontalen Linien stets 1,0dB.

2. VERGLEICHSMESSUNG

Mit dieser zweiten Messung sollte herausgefunden werden was geschieht, wenn zwei Lautsprecherkabel sich nur geringfügig voneinander unterscheiden, und zusätzlich an einem Lautsprecher betrieben werden, der von seinem Impedanzverhalten her möglichst gutmütig ist. Hierzu boten sich die Carnegie an, kompakte Dreiwege-Lautsprecher die erst kürzlich neue Sicken im Tieftonbereich sowie neue Kondensatoren in den Frequenzweichen erhalten haben. Verglichen wurde wieder die 4mm² Kupferlitze mit einer 2,5mm² Kupferlitze aus demselben Hause. Da diese beiden Kabel sich lediglich im Hinblick auf die Zahl der Einzeldrähtchen, ansonsten aber weder vom Leitermaterial noch von der Isolation her groß unterscheiden dürften, müssten bei Ihnen die Frequenzgangsänderungen minimal ausfallen. In der Tat zeigten die Messungen dann auch ein solches Ergebnis. Der kleine, schmalbandige Einbruch von 0,2dB gegenüber dem Durchschnittspegel (-0,2dB) bei 200Hz und die kleine Überhöhung von 0,4dB gegenüber dem Durchschnittspegel bei 2kHz sind durchaus verschmerzbar, weil beide recht schmalbandig ausfallen.

Frequenzgang-Carnegie-a

3. VERGLEICHSMESSUNG

Bei dieser Messung wurde es echt spannend. Verglichen werden sollte die 2,5mm² Kupferlitze mit einem HighEnd - Lautsprecherkabel. Dessen Leiter besteht im Gegensatz zur Kupferlitze nicht aus vielen Einzeldrähtchen, sondern aus dünnen Folien, bestehend aus hochreinem Kupfer. Rechts im Bild sieht man die Enden der beiden Kabel im direkten Vergleich.

Die Frage stand im Raum, würden die Messungen zeigen können, weshalb die Kupferlitze zwar ein probates und durchaus empfehlenswertes Lautsprecherkabel ist, währen das HighEnd - Kabel klanglich in meiner Kette zum Besten gehört das mir bislang untergekommen ist...? Würden sich tatsächlich nennenswerte Unterschiede im Frequenzgang zeigen, die - für sich betrachtet - sicher auch nicht alleine  für den (subjektiv) enormen Klangunterschied verantwortlich sein können...?

Die erste Messreihe mit diesen beiden Kabeln lief an der SONY SS-K 10ED so ab, wie zuvor bei den anderen Kabelvergleichen auch. Referenziert wurde zu Beginn der Messungen auf die 2,5mm² Kupferlitze, um die relative Veränderung des Pegels festzustellen, wenn statt ihrer das HighEnd - Kabel angeschlossen würde. Sicher bedarf es keiner besonderen Erwähnung, dass bei dieser Vergleichsmessung außerordentlich sorgfältig vorgegangen wurde; in mehreren Fällen wurden vergleichende Messungen wiederholt um auf Nummer sicher zu gehen. Zum Schluss will ich hier noch ganz kurz erwähnen, dass sich im HighEnd - Kabel nach meiner Kenntnis keinerlei zusätzliche Bauteile befinden, es sich nur um Kupfer in einer Teflon- / Luftisolierung handelt.

BT-Verstärkerklang-106
Frequenzgang 2,5 Magnan

4. VERGLEICHSMESSUNG

Als Nächstes Stand die Frage im Raum was wohl geschehen würde, wenn das HighEnd - Kabel mit einer 0,75mm² Kupferlitze verglichen würde. Zwar ist Letztere selbst für die rückwärtigen Lautsprecher in Heimkino Anlagen schon recht knapp bemessen, aber manchmal werden von selbsternannten “Experten” sogar solche  Kabel für klassische HiFi-Anwendung empfohlen. Nun, die Messergebnisse sind eindeutig. Pegelsprünge von bis zu 1dB liegen klar über der Hörgrenze, dies gilt insbesondere wenn sich die deutlich erkennbaren Überhöhungen oder Absenkungen des Schallpegels gleich über mehrere Oktaven hinweg hinziehen. Verblüffen dabei ist, wie sich nicht nur die Ausprägung der Schalldruckkurve verändert hat, sondern auch wie der Kurvenverlauf ein völlig anderer geworden ist. Da die Vergleichsmessungen an denselben Lautsprechern (SONY SS-K 10ED) durchgeführt wurde wie zuvor mit der 2,5mm² Kupferlitze, zeigt die Kurve dass es für einen Laien völlig unmöglich ist vorherzusehen, mit welchem Lautsprecherkabel sich der Klang seiner Anlage wie - genau - verändern wird.  

Frequenzgang-0,75-Magnan

Vergleichenden Kurven, besonders solche mit derart großen Pegelabweichungen voneinander, bedürfen der Interpretation. Zunächst liegt der Leiterquerschnitt der Litze noch unter dem, den Anlagenbesitzer üblicherweise zum Anschluss ihrer Lautsprecher verwenden. Um Klingeldraht handelt es sich aber keineswegs; immerhin beträgt der Durchmesser des Litzenbündels rund 1mm und dürfte damit deutlich dicker sein als viele Drähte, die für Induktivitäten in Frequenzweichen verwendet werden, erst recht wesentlich dicker als die Drähte, aus denen die meisten Schwingspulen gewickelt werden. Auch könnte der Eindruck entstehen das HighEnd - Kabel mache alleine aufgrund der höheren Pegel im Bereich der unteren Mitten sowie in den Höhen irgendetwas besser als die Kupferlitze. Dieser Eindruck ist der Darstellung geschuldet, die -  anders ausgeführt - einen ganz anderen Schluss zulässt. Legt man nämlich das HighEnd - Kabel als Referenz zugrunde, dann ergibt sich für die Kupferlitze die unten zu sehende Schalldruckkurve. Diese erweckt den Eindruck, das Litzenkabel vernachlässige sowohl die unteren Mitten als auch die Höhen in Verbindung mit den SONY SS-K 10ED.

Frequenzgang-Magnan-0,75

5. VERGLEICHSMESSUNG

Die nächste Frage lautete was wohl geschehen würde, wenn das bereits gezeigte HighEnd - Kabel mit einem weiteren HighEnd - Kabel verglichen würde. Gäbe es auch dann noch nennenswerte Pegelabweichungen untereinander, oder würden sich die beiden hochpreisigen Lautsprecherkabel praktisch gleich oder zumindest sehr ähnlich verhalten, so wie dies bei den beiden Baumarktkabeln von der Rolle trotz etwas unterschiedlicher Leiterquerschnitte der Fall war...? Oder würde es selbst hier noch Unterschiede geben, obwohl sich die beiden Markenhersteller der Lautsprecherkabel sicherlich - das darf unterstellt werden - redlich Mühe gegeben haben das Beste zu entwickeln und zu produzieren zu dem sie fähig waren...? Sie sehen, spekulativ lässt sich diese Frage nicht beantworten, deshalb kommt man um solche vergleichenden Messungen letztlich nicht herum.

Rechts sehen Sie das zweite Kabel, das um einiges länger ist als das erste Kabel, was es mit seinen gewaltigen Leiterquerschnitten von (bis zu) 2 x 8mm² wettmachen dürfte. Zum Größenvergleich habe ich auch hier die 2,5mm² Kupferlitze dazu gelegt. Im unten stehenden Diagramm sehen sie die beiden HighEnd - Kabel in einer direkten Gegenüberstellung ihrer Schalldruckverläufe, gemessen wiederum mit der regelbaren Endstufe SONY TA-N 55ES und am Lautsprecher SONY SS-K 10ED.

LS-Kabel
Frequenzgang-Highend

Was beim Anblick dieser Kurven sofort ins Auge springt ist die enorme Übereinstimmung im gesamten (und besonders wichtigen) Bereich der Stimmwiedergabe. Von rund 100Hz bis rauf zu 800Hz gibt es nichts das es zu unterscheiden gäbe. Trotz sorgfältigster phototechnischer Auswertung der einzelnen Messergebnisse am Computer war es mir praktisch unmöglich irgendwelche Unterschiede festzustellen, die sich in Größenordnungen oberhalb von Bruchteilen eines zehntel dB abspielen und die damit ganz sicher vernachlässigbar sind. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch offensichtlich, dass die Lage und Ausprägung von Anhebungen und Absenkungen eine andere ist als dies beim Vergleich des Magnan Reference mit der 2,5mm² starken Kupferlitze der Fall war. Das merkt man am ehesten im direkten Vergleich mit dem Diagramm (3. Vergleichsmessung) oben auf Seite 11. Dort gab es unterhalb von 250Hz eine leichte Überhöhung, oberhalb von 250Hz dagegen eine leichte Senke genau in dem Bereich, der von den beiden HighEnd - Kabeln völlig dentisch wiedergegeben wird.

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Um letzte Zweifel auszuräumen, ob es sich bei den dargestellten Schallpegeländerungen tatsächlich um den Einfluss verschiedener Lautsprecherkabel handelt, habe ich den Effekt noch einmal über die Veränderung der Klemmenspannung an den Lautsprecherterminals nachvollzogen. Im Grundsatz unterscheidet sich die Vorgehensweise nicht von der, die bereits bei den akustischen Messungen zur Anwendung kam. Zunächst habe ich bei jeder Einzelmessung das Standardkabel von der Rolle genommen um die Lautsprecher mit dem Verstärker zu verbinden. In den CD-Eingang wurde per Generator ein sinusförmiges Signal eingespeist, und im Anschluss daran die Klemmenspannung eingeregelt. Dass alle beteiligten Geräte zunächst Betriebstemperatur erreichen mussten um absolut  stabile Verhältnisse zu bekommen versteht sich von selbst. Auf dem Foto unten erkennen Sie den grundsätzlichen Messaufbau, der für alle gemessenen Kabel und Lautsprecher galt.

Frequenzgang-el-Übergang

Sie sehen am unteren Bildrand das 2,5mm² LS- Kabel von der Rolle, angeschlossen an den linken Kanal eines SONY Vollverstärkers sowie an eine der beiden Lautsprecherboxen SONY SS-K10ED.

Rechts sieht man den Signalgenerator, der gerade ein sinusförmiges Signal mit 1.000Hz liefert, das dem Hochpegeleingang des Verstärkers zugeführt wird. Dass es sich dabei um ein Sinus - Signal handelt ist am Oszilloskop im Hintergrund erkennbar. Das Voltmeter auf dem Verstärker zeigt eine genaue Klemmenspannung von 1,0 V. Wird das Lautsprecherkabel  gegen ein anderes getauscht, dann hat eine evtl. Änderung der Klemmenspannung zwei mögliche Ursachen.

1. Eine über den Frequenzbereich identische Pegeldifferenz, hervorgerufen durch einen bloßen Unterschied des Ohmschen Widerstandes beider Kabel. Diese lineare Pegeldifferenz beträgt in den folgenden Beispielen stets +6mV beim bloßen Wechsel vom Bezugskabels auf das jeweilige Vergleichskabel.

2. Eine durch die Interaktion des Kabels mit den jeweiligen, dabei variierenden Impedanzen des Lautsprechers hervorgerufene Pegeldifferenz.

Hier nun einige Beispiele, willkürlich ausgewählt aus einer ganzen Reihe von Messungen mit unterschiedlichen Lautsprechern und Lautsprecherkabeln. Im Foto auf der linken Seite sehen Sie jeweils das Bezugskabel mit 2,5mm², die Frequenz die der Signalgenerator gerade erzeugt (50Hz / 100Hz / 200Hz / 300Hz), und den präzise eingestellten Spannungswert an den Lautsprecherklemmen von 1,0V. Rechts daneben sehen Sie die jeweilige Veränderung der Klemmenspannung durch den bloßen Wechsel vom Bezugskabel zum Vergleichskabel.

Frequenzgang-el-9 Frequenzgang-el-10
Frequenzgang-el-11 Frequenzgang-el-12
Frequenzgang-el-13
Frequenzgang-el-14a
Frequenzgang-el-15 Frequenzgang-el-16

Welche Konsequenzen haben nun die beschriebenen Effekte für die tägliche Hörpraxis...? Nun, die allermeisten Anlagenbesitzer werden sagen: Keine! Dazu sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Lautsprecher/Kabel Kombinationen - den Frequenzgang betreffend - einfach zu gering. Insbesondere gilt dies für jene Anlagenbesitzer, die kein klassisches HiFi-Stereo mehr betreiben, mittlerweile wohl die Mehrzahl, sondern stattdessen mit einem AVR und einer mehr oder weniger großen Ansammlung von rundum aufgestellten Lautsprechern sowie unter Zuhilfenahme irgendwelcher Klangprozessoren ihre Frequenzgänge so “hinbiegen” wie sie ihnen gefallen. Wer das macht, für den spielen ein paar zehntel dB, um die das Klangbild durch eine ungeeignete Kombination aus der Balance gerät, auch keine Rolle mehr. Selbst für viele HiFi-Freunde, die klassische Stereoanlagen weniger sorgsam betreiben, hat es vermutlich keine Bedeutung. Bei diesen  dürfte eine normale Kupferlitze von der Rolle mit 2,5mm² oder etwas mehr keinen (für sie hörbaren) Schaden anrichten.

Anders verhält es sich bei denjenigen HiFi-Freunden, die alles dafür tun, auch noch das letzte Quäntchen Klangqualität aus ihren Anlagen herauszuholen. Dabei geht es nicht alleine um den Frequenzgang, der sich wie wir gesehen haben in Abhängigkeit des verwendeten Lautsprecherkabels verändern kann, sondern um einen anderen Effekt. Für mich und für viele meiner HiFi-Freunde klingen vieladrige Kupferlitzen von der Rolle im direkten Vergleich irgendwie ungenauer, verwaschener, als zum Beispiel das Flachbandkabel von Magnan. Warum das so ist weiß ich nicht, aber mit zunehmender Anzahl von Einzeldrähtchen innerhalb eines Leiters und mit zunehmendem Kabelquerschnitt scheint sich dieser Effekt zu verstärken; auch das ansonsten vorzügliche LS-Kabel von Viablue ist nicht ganz frei davon.  Deshalb lautet meine pauschale Empfehlung, lieber LS-Kabel mit weniger Einzeldrähtchen je Leiter zu verwenden, im Zweifelsfall besser auf geeignete Solid-Core Kabel aus hochreinem Kupfer mit nicht allzu großem Leiterquerschnitt umzusteigen. Mit rund 2,0mm² bis 2,5mm² bei einer Länge von bis zu 3m sind Sie auf der sicheren Seite.

                            LAUTSPRECHER - INNENVERKABELUNG

Natürlich endet ein vom Verstärker kommendes Lautsprecherkabel nicht an den Terminals der Boxen. Auch im Inneren der Lautsprecher geht es mit Kabeln weiter die zur Weiche, und von dieser zu den einzelnen Chassis führen, die - je nach Größe der Boxen - von erheblicher Länge sein können. Nicht selten wird hier von Seiten der Hersteller kräftig gespart, und die Verwendung selbst des hochwertigsten Lautsprecherkabels wird hierdurch konterkariert. Bei Umrüstungen von Serienlautsprechern oder bei aufwändigen Selbstbauprojekten verwende ich entweder dasselbe Kabelmaterial, das später als LS-Kabel Verwendung findet, oder ich benutze eine mehr oder weniger große Anzahl von Adern eines bestimmten LS-Kabels, des Kimber 8TC, das sich in sechzehn voneinander durch Teflonumhüllungen isolierte Stränge mit je sieben kräftigen Einzeldrähten mit unterschiedlichen Durchmessern aufteilen lässt. So entsteht ein Kabelstrang mit dem gewünschten Leiterquerschnitt, ohne dabei die aus meiner Sicht klanglichen Nachteile feinadriger Litze in Kauf nehmen zu müssen. Bevor Sie jedoch ein solches Vorhaben bei Ihren eigenen Lautsprechern in die Tat umsetzen sollten Sie sehr genau wissen was Sie da tun, sonst lassen Sie besser die Finger davon.

SONICS Arkadia Reflexrohr

Das soll es zum Thema Lautsprecherkabel dann auch gewesen sein. Ja, es gibt feine klangliche Unterschiede. Und ja, für Perfektionisten bietet es sich an ein wenig damit zu experimentieren. Aber seien Sie nachdrücklich gewarnt. Die damit erzielbaren klanglichen Verbesserungen stehen oft in keinem Verhältnis zu den Preisen, die von den Herstellern und Vertreibern für manche exotischen Kabel abverlangt werden. Kaufen Sie also keinesfalls irgendwelche teuren LS-Kabel nur weil HighEnd dransteht, das kann zur Enttäuschung und zu erheblichem finanziellen Verlust führen.

Deshalb gilt hier ganz besonders: Hören, hören und nochmals hören. Und wenn Sie irgendwann überzeugt sind das richtige Kabel gefunden zu haben, dann suchen Sie bitte auf dem Gebrauchtmarkt so lange bis Sie das Kabel Ihrer Wahl günstig ergattern können.

Alles andere ist hinausgeworfenes Geld, macht nur die (zum Teil unseriösen) Kabelhersteller reich und reißt ein tiefes Loch in Ihr Budget, während Sie mit genau demselben Betrag den Sie dadurch verlieren, einige sinnvolle Verbesserungen an Ihrer Raumakustik oder an der Aufstellung Ihrer Geräte hätten vornehmen können, die letztlich weit gravierendere klangliche Verbesserungen bewirkt hätten als ein LS-Kabel es jemals könnte. Bitte behalten Sie dies bei Ihren Entscheidungen stets im Blick.

Innenverkabelung-Horn
Kabel-Kimber-8TC-bb

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                                                                    FOREN  AKTUELL  &  Interessantes aus dem www.

In dieser neuen Rubrik sollen strittige oder noch offene Themen zum Gegenstand der Betrachtung werden. Ältere Beiträge fallen nach einiger Zeit heraus, neuere Beiträge werden sporadisch hinzugefügt. Ein NEUER STAND wird durch einen mindestens 48 Stunden lang sichtbaren roten Pfeil auf der Startseite und an den Beiträgen angezeigt.

 HIFI - FORUM

 http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=8&thread=7462&postID=7459#7459

Zugegeben, es existieren nicht mehr allzu viele HiFi-Freunde, die sich mit der Wiedergabe von Schallplatten als Tonträger ernsthaft auseinandersetzen. Zu kompliziert, zu aufwändig, und nicht zuletzt zu teuer ist diese Vorgehensweise, soll die Wiedergabe auf ähnlich hohem Niveau stattfinden, wie sie mit Hilfe digitaler Medien heutzutage leicht erreichbar ist. Es gibt aber auch die anderen HiFi-Freunde, die einen enormen Aufwand treiben um das Bestmögliche aus ihren Schallplatten herauszuholen, und die nicht selten dazu bereit sind für edle Laufwerke, wie mechanische Kunstwerke wirkende Tonarme, irre teure Tonabnehmer und ausgereizte Phono-Vorverstärker hohe Summen zu investieren, mit denen sich problemlos gut ausgestattete Mittelklasse PKW erwerben ließen. Neben einigen anderen Faktoren ist Staub, der sich in üblichen Wohnräumen nicht vermeiden lässt, einer der Todfeinde des analogen Musikgenusses per Schallplatte, insbesondere in leisen Passagen des musikalischen Geschehens. Im Grunde gibt es nur zwei Möglichkeiten damit umzugehen: Den Staub ignorieren oder ihn “irgendwie” bekämpfen. Im HiFi-Forum gibt es einen Thread, in dem um die Frage gerungen wird was nun besser klingt, die analoge oder die digitale Wiedergabe. Einer der Beiträge dort ließ mich aufmerksam werden.

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NASS ABSPIELEN

Tatsächlich glauben viele HiFi-Freunde, dass Knacksen und Knistern letztlich unvermeidbar seien, da Staub in einem Wohnraum nunmal nicht völlig von einer Schallplatten- oberfläche ferngehalten werden könne. Man kann versuchen seine Auswirkungen zu minimieren, sie weitgehend zu beseitigen, aber sie ganz ausschließen...? Nein, das geht halt nicht, so die verbreitete Überzeugung. Also wird gewischt und geputzt, gebürstet und gewaschen was das Zeug hält. Antistatisch wirkende Schallplattenhüllen gehören genauso zum Repertoir engagierter Plattenspieler Benutzer wie antistatisch wirkende Flüssigkeiten, mit denen die Plattenoberfläche eingesprüht oder eingerieben wird, Mitlaufbesen mit Erdungskabeln und (z.T. grotesk teure) Plattenwaschmaschinen. Alles schön und gut, aber selbst die perfekteste Plattenwäsche kann nicht verhindern, dass sich beim bloßen Transport der Platte zum Plattenspieler hin wieder erste Staubpartikel auf der Oberfläche ablagern, ganz zu schweigen von der Zeit die dem Staub während des Abspielens einer Plattenseite verbleibt, sich wieder auf die Plattenoberfläche abzusenken.

Ich möchte hier einmal eine Lanze für die aus meiner Sicht beste Methode brechen, die scheinbar mit der Zeit in Vergessenheit geraten ist, und die meines Wissens kaum noch praktiziert wird: Das NASS ABSPIELEN von Schallplatten. Einige werden jetzt sicherlich die Nase rümpfen und argumentieren das sei veraltet, moderne Plattenwaschmaschinen seien in der Lage eine Schallplatte “tiefenrein” zu säubern und jegliche Form von Staubablagerung vom Grund der Rillen zu entfernen. Mag sein, aber eines können sie nach wie vor nicht: Verhindern, dass sich bereits auf dem Weg zum Plattenspieler sowie nach dem Auflegen auf den Plattenteller schon wieder Staubpartikel ablagern. Wie wäre es denn, beide Methoden - das Waschen von Schallplatten und das Nass Abspielen - miteinander zu kombinieren...? Aus meiner Sicht die beste Methode überhaupt.

Für all jene, die sich bislang mit der Methode des “Nass Abspielens” noch nicht näher beschäftigt haben, hier einige Hinweise. Mit Hilfe eines mitlaufenden, von einem Reinigungsarm geführten Reinigungskissens wird eine Flüssigkeit auf die Schallplattenoberfläche aufgebracht und hinterlässt dort einen befeuchteten Korridor von ca. 0,5 bis 1cm breite. Die Nadel des Tonabnehmers läuft (im Idealfall) in der Mitte dieses Korridors. Wie das in der Praxis aussieht (hier bei der Justage und beim ersten Testlauf eines neu entwickelten Reinigungsarms) sehen Sie auf den beiden folgenden Fotos.

Test-ST-2 Test-ST-7

 OPEN - END - FORUM

 http://www.open-end-music.de/vbcms.php

Nein, die Verwendung von TURMALIN bei der Perfektionierung einer HiFi-Anlage ist nicht neu. Aber scheinbar ist die erstaunliche Wirkung dieses Mittels mit den Jahren etwas in Vergessenheit geraten, und erst kürzlich wieder in das Bewusstsein von genervten Anlagenbesitzern gelangt, nachdem immer mehr hochfrequente Störer mit ihren unzähligen Quellen wie Mobilfunk-Sendemasten und vielerlei anderen WLAN-Strecken den ungetrübten Hörgenuss zunehmend erschweren. Traditionelle Netzfilter, ferritbeschichtete Netzkabel, HF-dichte Sternverteiler und diverse andere Maßnahmen können dem Ungemach ein Stück entgegen wirken, ganz verhindern können sie es nicht. Dort wo eine Anlage mit traditionellen Maßnahmen bereits ausgereizt scheint, kann Turmalin das letzte Quäntchen Sauberkeit und Durchhörbarkeit bewirken, kann Schärfe- Höfe verringern, mehr Details aus komplexen Musikpassagen herausarbeiten, kurzum, kann das Klangbild zugleich höher aufgelöst, natürlicher und langzeittauglicher machen.

TURMALIN kann sowohl in Form von Trommelsteinen, als Granulat oder als feines Pulver in Behältnisse eingefüllt oder gar in Lack eingerührt und durch Streichen aufgetragen werden. Ein interessanter Thread, in dem genau beschrieben wird wie sich die diversen Maßnahmen durchführen lassen und wie sich dieses klanglich auswirkt finden Sie hier:

http://www.open-end-music.de/vb3/showthread.php?t=15177

Eine der beschriebenen Methoden, auf die ich hier etwas näher eingehen möchte, besteht darin, Turmalin in Form von kleinen Trommelsteinen in ein Behältnis aus Holz oder Kunststoff zu füllen, in welchem sich eine Kupferelektrode befindet. Das Turmalin bedeckt dabei die Elektrode von allen Seiten, diese wird mit dem Schutzkontakt einer Stromleiste oder einer Wandsteckdose verbunden. Hier sehen Sie ein Beispiel wie eine solche Konstruktion aussehen kann; andere Bauformen sind selbstverständlich denkbar.

Silo-3
Vorverstärker Trace - Khozmo2
TS

Links oben ein Lautstärkesteller, der sich aufgrund seines kubischen Metallgehäuses hervorragen mit einer Schicht aus fein gemahlenem Turmalin bedecken lässt, eine weitere überaus erfolgreiche Methode.

Rechts oben sieht man ein Behältnis mit der Turmalin-Füllung, diese sowohl innerhalb als auch außerhalb der Elektrode. Die Trommelsteine wurden hier in unterschiedlicher Größe gewählt. Im Grundsatz gilt dabei: Je kleiner die  Trommelsteine, um so wirksamer wird schädliche HF durch sie bekämpft. Eine Steigerung der Wirkung mit sehr fein gemahlenem Turmalin ist durchaus möglich.

Links nun der fertige und beidseitig verschlossene Behälter; der Anschluss selber erfolgte über einen zentralen Punkt (LSP Terminal) an den dahinter zu erkennenden Sternverteiler. In Ihrer Suchmaschine finden Sie weitere interessante Bauformen und Vorgehensweisen unter den Stichworten “Groundbox” oder ”Grounding Box”.

Das Ganze hat übrigens rein gar nichts mit Esoterik oder gar mit dem viel beschworenen Voodoo zu tun. Der physikalisch/elektrotechnischen Wirksamkeit des Turmalins liegen  belastbare wissenschaftliche Untersuchung zugrunde, bitte nicht zu verwechseln mit dem weit verbreiteten Einsatz von Turmalin, Rosenquarz usw. als “Heilsteine”.

 WEGGANG AUS DEM HIFI-FORUM

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, die Ergebnisse verblindeter Hörvergleiche sowie die Resultate durchgeführter Messungen zukünftig nicht mehr im HiFi-Forum zur Diskussion zu stellen. Die stetig gestiegene Anzahl nicht sachdienlicher Kommentare innerhalb der jeweiligen Threads verhinderte nach meiner Überzeugung die kontinuierliche Verfolgung der Veröffentlichungen ebenso, wie das leichte Verstehen von Sachzusammenhängen durch passiv Mitlesende; die Threads wurden hierdurch aus meiner Sicht nachhaltig gestört, der rote Faden, sozusagen die Quintessenz des Gesagten, ging für Interessierte allzu leicht verloren. Der enorme Aufwand, den belastbare Blindtests und ausgedehnte Messreihen verursachen, ist einfach zu groß, als dass die Resultate in einer Flut von nicht zielführenden oder gar unsinnigen Kommentaren versickern dürfen.

Hinzu kam der wiederholte, monatelange Entzug des Schreibrechtes durch die Moderation des Forums, durch den es mir unmöglich gemacht wurde (und mutmaßlich gemacht werden sollte) neue Beiträge zu Versuchsresultaten und Messergebnissen zeitnah dort zu veröffentlichen. Die letzte Sperrung dieser Art, die zu meinem Weggang geführt hat, belief sich auf 4.032! Stunden. Dies hielt und halte ich für ebenso inakzeptabel wie die hierzu angeführten Begründungen.

Das Interesse an den Vorgängen scheint nach wie vor enorm hoch zu sein, wie sich aus der Seitenstatistik vom Mai 2015 (dem Zeitpunkt meiner Abmeldung im HiFi-Forum) bis zum Dezember 2015 entnehmen lässt. Der Anstieg gegenüber den bereits gut besuchten Vormonaten um etliche tausend Aufrufe ist dafür ein untrügliches Zeichen. Wenn man den weiteren Jahresverlauf bis Februar 2016 betrachtet zeigt sich - abgesehen vom erwarteten Rückgang in der Urlaubszeit und den über das Jahr hinweg üblichen Schwankungen - wie das Geschehen auf der Seite in der Öffentlichkeit noch immer mit großem Interesse verfolgt wird. 

Statistik-31.08.2015
01.01.2016
31.05.2015_2Webseitenstatistik-a

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Wie erwartet hat sich die Klärung der Sachverhalte mit der K&K GmbH, dem Betreiber des HiFi-Forums, ein wenig in die Länge gezogen. Dies ist angesichts der Tragweite dessen, was dabei herausgekommen ist, und wie sich die Situation nun (aus meiner Sicht) darstellt, allerdings ohne Belang. Damit Sie genau nachvollziehen können wie es überhaupt zu einer solchen Sperrung über einen Zeitraum von fast einem halben Jahr kommen konnte, will ich die Abläufe hier präzise schildern, Ihnen zunächst einen Einblick gewähren in die (aus meiner Sicht) eher befremdlichen Vorgänge. In den nächsten Wochen werden Sie hier ebenfalls erfahren wie das alles chronologisch abgelaufen ist, warum der Weggang aus dem HF (aus meiner Sicht) unvermeidbar war, warum ich mich in dieser Entscheidung auch im Nachhinein bestätigt sehe, bis hin zur schriftlichen Stellungnahme der K&K GmbH. Beginnen wir mit dem beanstandeten und an mich zurückgegebenen Beitrag - genau genommen sind es deren zwei - der zum Anlass genommen wurde mir das Schreibrecht zu entziehen. Erwähnt werden muss noch, dass es sich um einen Beitrag in einem von mir selber eröffneten Thread handelt, weshalb ich mehrfach darum bitte nicht in OT abzudriften, sondern höflich darum ersuche zum Thema zu schreiben.

Anlass für Sperrung

Nach wie vor bin ich der Ansicht, dass es an den von mir getroffenen Aussagen nichts zu beanstanden gibt. Weder habe ich mich im Ton vergriffen noch habe ich jemanden in irgendeiner Weise beleidigt, habe die Frage von bugatti66 korrekt beantwortet, habe nach meiner Überzeugung in keiner Weise gegen eine der Nutzungsbedingungen des Forums verstoßen, und war zunächst völlig überrascht wegen dieses harmlosen Beitragsinhaltes verwarnt und für fast ein halbes Jahr gesperrt zu werden. Die wahren Ursachen für die Sperrung erschließen sich jedoch sofort, wenn wir uns die Begründung der Moderation einmal genauer anschaut. Dort heißt es:

ZITAT: Hallo Janus525, der Beitrag verstößt gegen unsere Nutzungsbedingungen. Aus diesem Grund wurde Ihnen das Schreibrecht für 4032 Stunden entzogen. Achten Sie bitte darauf, mit Ihren Beiträgen nicht unsere Regeln zu verletzen, oder Ihnen wird bei weiteren Verstößen dieser Art das Schreibrecht im Forum dauerhaft entzogen. ZITAT ENDE

Hierbei handelt es sich um eine Standardformulierung, wie sie in dieser oder ähnlicher Form wohl bei jeder Verwarnung Anwendung findet. Bemerkenswert ist lediglich die enorme Höhe der Strafe. Ihr muss ein schwerwiegender Regelverstoß meinerseits vorausgegangen sein, sonst hätte die Moderation nicht zu einer derart drakonischen Maßnahme gegriffen. Um dies einschätzen zu können ist es hilfreich sich zunächst die Regeln - die ich nach Aussage der Moderation verletzt habe - einmal genauer anzuschauen. Sie finden sie in diesem Regelwerk:  http://www.hifi-forum.de/news/nutzungsbedingungen/  Bitte beurteilen Sie selbst welche der dort aufgeführten Regeln ich mit meinem Beitrag gebrochen, welcher Verfehlungen ich mich schuldig gemacht habe. Nach der pauschalen Einleitung folgt im weiteren Text der Verwarnung die persönliche Ansprache durch den Moderator, in der die genaue Begründung der Sperrung geliefert wird. Sie lautet:

ZITAT: Hallo Wolfgang, nach dann doch längerer, interner Beratung sind wir mehrheitlich überein gekommen, Dich für eine längere Zeit aus unserem Forenbetrieb fern zu halten. ZITAT ENDE

Verblüffend scheint mir, dass vor dem Ausspruch der Verwarnung eine längere Beratung vonnöten war. Bei einem Regelverstoß, der eine Sperrung von mehr als 4.000 Stunden rechtfertigt, sollte man eigentlich annehmen der Beitrag würde krasse Beleidigungen gegenüber einem anderen Diskutanten oder rassistische Äußerungen beinhalten, das Ansehen des Forums oder seiner Community in den Schmutz ziehen o.ä. In einem derartigen Fall bedürfte es selbstverständlich weder einer längeren Beratung noch einer mehrheitlichen Übereinkunft innerhalb der Moderation. Jeder der Moderatoren könnte (und würde) sofort und ohne Rücksprache mit seinen Kollegen handeln. Da bei meinen Äußerungen nichts von alledem zutrifft, muss die Ursache für die außerordentlich harte Strafmaßnahme also woanders zu suchen sein. Die aus meiner Sicht verräterische Formulierung: ...Dich für eine längere Zeit aus unserem Forenbetrieb fern zu halten... gibt einen ersten Hinweis darauf um was es hier tatsächlich zu gehen scheint:

ZITAT: Der Grund ist immer noch der gleiche wie bei den Verwarnungen zuvor. Solltest Du diese nicht mehr auf dem Schirm haben - ich kopiere sie Dir gerne nochmals. ZITAT ENDE

Tatsächlich wurde ich in der Vergangenheit mehrfach verwarnt und gesperrt, zuletzt im Dezember 2014 für 672 Stunden. Es handelt sich also um etwas Grundsätzliches in meinen Beiträgen das die Moderation stört. Bei den letzten Sperrungen lautete die Kernaussage stets, ich solle mein Postverhalten ändern, sonst würde man mir das Schreibrecht auf Dauer entziehen. In einer Verwarnung von 2014, die das Anliegen der Moderation, verbunden mit einer massiven Drohung, auf den Punkt bringt, kann man das sehr schön nachlesen: 

< NEU**

 SEITE 16

02-2016
Sperrung-672-2

 SEITE 17

Und auch die aktuelle Sperrung führt wieder dieselben Gründe an. Dort heißt es wörtlich:

ZITAT: Du sorgst durch Deine unserer Überzeugung nach bewussten Provokationen, in dem du in div. Threads bewusst faktisch falsche Behauptungen aufstellst, immer wieder für “Stimmung” in negativer Form in der Community. ZITAT ENDE

Den Satz musste ich mehrfach lesen um ihn überhaupt zu verstehen. Es ist und war nie meine Absicht jemanden zu provozieren. Alles was ich tat war Beiträge zu verfassen, die meinen Erfahrungen und meiner Überzeugung entsprechen, dies in höflicher und stets korrekter, den Regeln des Forums entsprechender Form. Richtig ist aber, dass sich eine kleine Gruppe von Mitgliedern provoziert fühlt, wenn ich z.B. Messergebnisse veröffentliche oder die Ergebnisse belastbarer Blindtest bekannt gebe. Dieser kleine, geradezu dogmatisch agierende Kreis von Diskutanten fühlt sich provoziert, weil die mühsam und zeitaufwändig erarbeiteten Ergebnisse meiner Untersuchungen dem widersprechen, was sie seit Jahren im HiFi-Forum behaupten. Und Widerspruch zu ertragen scheint einigen sehr schwer zu fallen. Die negative “Stimmung”, welche die Moderation immer wieder beklagt, verantworte nach meiner Überzeugung nicht ich durch das bloße Posten meiner Beiträge, die lediglich die Summe meiner Erfahrungen und die Resultate meiner Arbeit sowie die daraus abgeleiteten Überzeugungen beschreiben. Was die Moderation als negative “Stimmung” wahrnimmt, was die ganzen wütenden, beleidigenden und verletzenden Kommentare anbelangt, die schreibe doch nicht ich - diese stammen allesamt aus der Feder von Diskutanten, die scheinbar nicht ertragen können wenn sie mit Fakten und Meinungen konfrontiert werden, die der von ihnen vertretenen Ideologie widersprechen. Mich wegen abfälliger und nicht selten ausfälliger Kommentare anderer Diskussionsteilnehmer zu sanktionieren, halte ich für einen groben Verstoß der Moderation gegen die von ihr selbst aufgestellte Maxime. Diese lautet: 

Sperrung-10

Da mir bereits vor einigen Jahren unangenehm aufgefallen war, dass der eine oder andere Moderator mich wegen der Inhalte meiner Beiträge benachteiligte, zugleich gegen meine Person gerichtete Beleidigungen Widerspruchslos duldete, selbst auf mehrfaches Ersuchen meinerseits mir untergeschobene und inhaltlich manipulierte Zitate nicht einmal zu reagieren für nötig befand, drängte sich mir immer mehr der Verdacht auf, es gäbe eine Art stillschweigender Übereinkunft zwischen einigen (wenigen) Moderatoren, bestimmte Beiträge oder Aussagen nicht zulassen, sie zumindest missbilligend zu kommentieren oder unterdrücken zu wollen. Um Klarheit zu schaffen, und weil sich der Eindruck mit der Zeit mehr und mehr verstärkte, habe ich bereits 2012 eine offizielle Anfrage an die Moderation des HiFi-Forums gestartet und folgende Antwort erhalten:

Stellungnahme Moderation-3

 

Wenn man auf diese Aussage der Moderation vertraut - und das habe ich lange Zeit getan - kann eine Verwarnung in Verbindung mit einer Sperrung niemals erfolgen, nur weil ein Teilnehmer in seinen Beiträgen etwas Falsches schreibt. Ihm zu unterstellen, wie es in meinem Fall geschehen ist, er würde bewusst faktisch falsche Behauptungen aufstellen, ist geradezu absurd. Alles was ich im HiFi-Forum bisher geschrieben habe ist deckungsgleich mit dem, was ich auch auf meiner Seite veröffentlicht habe und was meinen tiefsten Überzeugungen entspricht. Vielleicht irre ich mich hier und da, mache Fehler, übersehe etwas, das räume ich gerne ein. Aber zu behaupten ich würde absichtlich faktisch Falsches veröffentlichen ist eine böswillige Unterstellung.

Aber selbst wenn es so wäre - und ich versichere erneut es ist nicht so - dann könnten Moderatoren selbstverständlich anderer Meinung sein, dürften den ihrer Auffassung nach falschen Aussagen widersprechen, und es steht ihnen auch frei in Form privater Meinungsäußerungen den Verdacht zu formulieren, eine faktisch falsche Aussage sei absichtlich gepostet worden. Was sie nach meiner Auffassung besser nicht tun sollten, ist ihre Macht aufgrund solcher Annahmen und Mutmaßungen gegen ein Forenmitglied auszuspielen. 

Und so geht es weiter bei der Begründung der aktuellen Sperrung. ZITAT: Dies sorgt wieder für ein Abdriften von Themen ins Offtopic, weil es nicht lange dauert, das sich alle mit Dir beschäftigen. Wir haben dadurch immer wieder moderativen Mehraufwand bis hin zu Thread-Schließungen, wie jüngst den “Gibt es echte Beweise für Kabelklang” - Thread. ZITAT ENDE

In der Tat, dieser Thread wurde geschlossen. Aber bestimmt nicht weil ich ein (aus meiner Sicht) wie auch immer geartetes, schuldhaftes Verhalten an den Tag gelegt hätte, sondern weil (evtl.) “jemand” verhindern wollte, dass ich den angekündigten Film, auf dem deutlich zu sehen ist wie sich bei einem Wechsel des Lautsprecherkabels die Klemmenspannung an den Lautsprecherterminals frequenzabhängig  verändert, und wie sich proportional dazu die Schallpegel vor den Membranen der Lautsprecher ebenfalls ändern, im HiFi-Forum veröffentliche. Die zugehörigen Belegfotos finden Sie, wenn Sie hochscollen, dort auf den Seiten 5 - 13. Die der Schließung vorausgegangenen beiden letzten Seiten mit etwa 65 Beiträge finden Sie übrigens hier:  http://www.hifi-forum.de/viewthread-18-1715-217.html Verschaffen Sie sich einfach einen Überblick und urteilen Sie selbst. Möglicherweise finden Sie in meinen Beiträgen Formulierungen und Aussagen, die es gerechtfertigt erscheinen lassen mir die Schließung des Threads anzulasten.

ZITAT: Sicher, es gehören immer mindestens zwei zu einem Streit - es gehört aber immer einer dazu der damit anfängt, der die Sache ins Rollen bringt. Und das bist im Laufe unserer Erfahrungen in unzähligen Themen meistens Du. Dies ist noch kein endgültiger Rauswurf, auch wenn die bis dato verhängten Monats-Sperren offenbar nichts gebracht haben, Du danach in Ablehnung immer wieder ermahnt wurdest. Nimm diese längere Sperre zum Anlass, Dein Posting-Verhalten im Forum noch mal ganz genau zu durchdenken. Danach ist wirklich Schluss. Und JA, diese Entscheidung wird wirklich von der gesamten Moderation getragen. Also-Diskussion zwecklos! ZITAT ENDE

Was bitte erwartet man denn von mir...? Dass ich zukünftig nur noch Meinungen vertrete die anderen Diskussionsteilnehmern und/oder der Moderation des Forums genehm sind...? Dass ich zukünftig darauf verzichte die Ergebnisse von Untersuchungen als Beiträge im HiFi-Forum der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen...? Dass ich mich dem Druck und den ständig wiederkehrenden unverhohlenen Drohungen beuge und aufhöre zu meinen Überzeugungen zu stehen...? Dass ich mich freiwillig einer Zensur unterwerfe die es lt. den Statuten des HiFi-Forums gar nicht geben dürfte...? Tut mir Leid, das liegt nicht in meinem Naturell, und ich werde meine Überzeugungen ganz sicher nicht nur deshalb verraten um weiterhin im HiFi-Forum schreiben zu dürfen, dafür bitte ich um Verständnis. Als mir klar wurde, dass ich nach Beendigung der Schreibsperre sofort wieder Sanktionen ausgesetzt sein würde, falls ich weitere Testergebnisse veröffentliche und weiterhin zu meinen Überzeugungen stehe, habe ich mich - über die bereits genannten Gründe hinaus - dazu entschlossen, meine Mitgliedschaft im HiFi-Forum nach etwa fünfeinhalb Jahren und weit mehr als 5.000 Beiträgen vorerst freiwillig zu beenden.

Der letzte Satz der Begründung lautet ZITAT: Wellcome back in autumn! ZITAT ENDE

Herzlich gerne..., aber nicht unter den bisherigen Bedingungen, welche die geltenden Regeln zur freien Meinungsäußerung nach meiner Auffassung und im Bezug auf meine Beiträge ad absurdum führen. Wenn Ausübung des Hausrechtes Willkür bedeuten kann, wenn offensichtlich wird, dass mit (aus meiner Sicht) fadenscheinigen Begründungen ein Diskussionsteilnehmer mundtot gemacht und aus dem Forum gedrängt werden soll, weil man als Moderatoren - Team mit dessen Auffassungen nicht übereinstimmt, weil man dessen Untersuchungsergebnisse vielleicht nicht wahrhaben will, und weil man darüber hinaus vielleicht dem Druck der z.T. pöbelnden und beleidigenden Diskutanten nicht gewachsen ist, und anstatt diese in die Schranken zu weisen den Weg des geringsten Widerstandes gehen möchte - so mein derzeitiger Eindruck - dann möge man es doch offen sagen und die Statuten ändern. Zu diesem ganzen (aus meiner Sicht) befremdlichen Sachverhalt mit all seinen “Merkwürdigkeiten” werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal ausführlich Stellung beziehen. Zunächst hat mich jedoch die Haltung der K&K Gmbh in Aachen, dem Betreiber des HiFi-Forums, zu den genannten Vorgängen interessiert. Aus diesem Grund habe ich die Geschäftsführung der K&K GmbH - namentlich Herrn Korthaus und Herrn Karlsson - angeschrieben, die aktuellen Vorgänge dargelegt, entsprechende Belege beigefügt und um eine diesbezügliche Auskunft gebeten. Hier die zentrale Frage zum Ende meines Schreibens:

Anschreiben KuK-1

 

Die K&K GmbH hat prompt reagiert und sich nach kürzester Zeit per eMail mit mir in Verbindung gesetzt.

ZITAT: Sehr geehrter Herr Reiners,

vielen Dank für Ihre schriftliche Benach- richtigung, die uns erreichte. Wir werden den von Ihnen geschilderten Sachverhalt gerne prüfen und uns schnellstmöglich wieder mit Ihnen in Verbindung setzen. Bis dahin bitten wir Sie um ein wenig Geduld.

 ZITAT ENDE

Nachdem einige Zeit verstrichen ist, liegt mir nun eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens vor, aus der ich hier die zentralen Passagen kurz zitieren möchte:

ZITAT: In aller Regel greifen wir betreiberseitig bei moderationsseitigen Entscheidungen wie Verwarnungen, Sperrungen (auf Zeit), etc. nicht ein, es sei denn, es handelt sich um rechtlich kritische Situationen. Dies scheint hier nicht der Fall zu sein. Was die Entfernung von Content aus dem Forum betrifft, möchte ich auf unsere Nutzungsbedingungen verweisen. Auch hier gilt, dass Content nur in rechtskritischen Fällen und, soweit uns dies möglich ist, nach eingehender Prüfung entfernt werden kann. Sollten Sie eine solche Situation als gegeben ansehen, teilen Sie uns bitte genauere Informationen zu den von Ihnen beanstandeten Postings mit (z.B. durch Angabe der URL, Links, genaue Posting-IDs...). ZITAT ENDE

Damit ist die Position der K&K GmbH für mich klar. Sie trägt (und übernimmt) Verantwortung für das Geschehen im HiFi-Forum, bietet auch ihre Hilfe an, beschränkt diese allerdings auf juristische bzw. juristisch fragliche Aspekte. Was unterhalb der ggf. justiziablen Schwelle geschieht, liegt alleine in der Hand der Administration / Moderation, die dort, so interpretiere ich die Stellungnahme des Betreibers, schalten und walten kann wie immer es ihr beliebt. Diese Form der “Gewaltenteilung” halte ich grundsätzlich für sehr vernünftig. Beide Parteien - sowohl die K&K Gmbh als auch die Administration / Moderation des Forums - handeln eigenständig im Rahmen ihrer jeweiligen Kompetenz und Verantwortung. Was nun die Verantwortung für die Abläufe innerhalb des Forums anbelangt, so ist diese bei der Administration / Moderation nur solange in guten Händen, wie zwei grundlegende Bedingungen eingehalten werden:

1.) Die Verantwortlichen für all das, was in bzw. auf dem Board geschieht, Sorge tragen, dass die dort geltenden Regeln eingehalten, gegebenenfalls durchgesetzt werden. Und zwar gegen jedermann, ohne Ansehen der Person, unabhängig von dessen Meinung, Überzeugung usw. Meine Erfahrung aus fünfeinhalb Jahren besagt, dass die Moderation in aller Regel gute Arbeit leistete, fair und kompetent mit den Mitgliedern der Community umging und stets sehr schnell zur Stelle war, wenn Übertretungen und Regelverletzungen begangen wurden.

2.) Die Verantwortlichen sich den eigenen Regeln verpflichtet fühlen und diese selbst dann wahren, wenn ihnen formal nicht zu beanstandende Meinungsäußerungen inhaltlich sozusagen “gegen den Strich” gehen. Hier hat die Moderation nach meiner Auffassung - wie soll man es sonst nennen - kläglich versagt, weil sie die zweite Bedingung in meinem Fall nicht eingehalten hat, möglicherweise nicht einhalten konnte oder wollte. Und nein, es ist nicht die gesamte Moderation, wie in der letzten Sperrung behauptet wird, die diesen Vorgang verantwortet, daran glaube ich nicht. Viel eher glaube ich, dass es sich um eine eher kleinere Gruppe von Moderatoren handelt, die sich hier zusammengetan hat und die eigentliche Triebfeder des Ganzen war und ist. Warum ich es so beurteile entnehmen Sie bitte der folgenden Stellungnahme. Ich will gar nicht selber darüber urteilen, in welchem tatsächlichen Umfang der (aus meiner Sicht) Machtmissbrauch in meinem Fall geschehen ist, schließlich bin ich als Betroffener parteiisch und schaue womöglich nicht objektiv genug auf die Situation. Bitte betrachten Sie, falls es Sie interessiert, einfach die Fakten, beschäftigen sich mit den Vorwürfen sowie den Begründungen für die gegen mich verhängten Sanktionen, und prüfen Sie bitte auch die gegen mich erhobenen Anschuldigungen. Und dann urteilen Sie bitte selber...

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                                                                                                             STELLUNGNAHME

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Um zu verstehen wie und - vor allem - warum sich die Situation so entwickeln konnte wie sie es tat, müssen wir ein wenig in die Vergangenheit schauen. Beginnen wir mit dem Zustand, den ich im Herbst 2009 vorfand, als ich mich seinerzeit im HiFi-Forum angemeldet habe. Die Insider unter Ihnen bitte ich dabei um Nachsicht, sie wissen ohnehin was dort seit Jahren geschieht. Auslöser war ein Thread über die Verwendung von CD-Auflagen. Da ich damals über einen französischen CD-Player verfügte, einen Toploader mit der Bezeichnung Audio Sculpture Lecteur (unten im Bild), der für mich nachvollziehbar auf die Verwendung einer solchen CD-Matte reagierte, meldete ich mich an und schrieb einen Kommentar dazu: http://www.hifi-forum.de/viewthread-18-97.html BEITRAG: #10

Audio Sculpture

Was dann geschah hätte ich so nicht erwartet. Nachdem ein paar Dutzend sachlicher bis spöttischer Kommentare geschrieben wurden, begannen einzelne Teilnehmer der Diskussion damit hämisch zu formulieren und Boshaftigkeiten von sich zu geben. Diese gipfelten darin, dass jemand nicht davor zurückschreckte mir gedanklich- ideologische Nähe zu Scientology zu unterstellen. Zum Glück hat sich seinerzeit die Moderation eingeschaltet und die Kommentare gelöscht. Zu diesem Zeitpunkt habe ich ernsthaft mit dem Gedanken gespielt meinen gerade erst eröffneten Account wieder aufzugeben. Wie hätte ich auch ahnen können, dass hinter der Anfeindung eine ausgeklügelte Strategie steckte, die ich als Neuling nicht durchschaute.

Geholfen haben mir einige von solchen Tiraden ebenfalls betroffene Teilnehmer, die mir daraufhin per PM mitteilten was da mit mir “gespielt” wurde, und mir somit ein wenig die Augen öffneten. Zugleich teilten sie mir mit, sie selber würden sich an solchen Diskussionen nicht beteiligen, weil man gegen die so genannten Holzohren, eine Bezeichnung die ich damals noch nicht kannte, sowieso nicht ankommen könne.

Ankommen könne...??? Wieso ankommen könne...? Nach meinem Verständnis war (und ist) ein öffentliches Forum dazu gedacht Argumente auszutauschen, von gemachten Erfahrungen zu berichten, und nicht um gegen jemanden anzukommen, in irgendeiner Weise gegen jemanden zu gewinnen oder zu verlieren.

In den darauf folgenden zwei oder drei Jahren beteiligte ich mich rege an Threads, die sich zumeist um das Thema Klang drehten. Zum Beispiel um den Klang von CD-Spielern, von Verstärkern, Kabeln usw. Verblüffend für mich war, dass von den vielen Anlagenbesitzern, die von ihren Erfahrungen mit den klanglichen Eigenschaften ihrer Komponenten im HiFi-Forum berichteten, sich nur extrem wenige - es mögen vielleicht fünf oder sechs gewesen sein - länger als für ein paar Beiträge zum selber initiierten Thema äußerten, um sich dann auf nimmer Wiedersehen zu verabschieden. Einige dieser Diskutanten habe ich im Nachhinein befragt, warum sie nicht dabei geblieben wären und sich gelöscht hätten. Die Antworten waren praktisch immer dieselben: “Dafür ist mir meine Zeit zu schade..., die (Anm.: Holzohren) machen sowieso jeden nieder der nicht ihrer Meinung ist..., ich habe keine Lust mich dauernd beschimpfen zu lassen..., das ist mir einfach zu blöd...” usw.

Menschlich ist diese Haltung nur allzu verständlich, nicht jeder mag sich ohne Not irgendwelchen Anfeindungen ausgesetzt sehen, auch dann nicht wenn diese de facto ungerechtfertigt sind. Aber die Flucht vieler Diskutanten vor der inhaltlichen Auseinandersetzung führt zwangsläufig dazu, dass jeder der sich erstmalig zum Thema Klangunterschiede nach dem Tausch seiner Geräten äußert, sich sofort und weitestgehend auf sich alleine gestellt einer Phalanx von Holzohren gegenüber sieht. Einer Schar von Menschen, die ihm unbedingt klarmachen wollen er müsse sich getäuscht haben, es sei alles nur Einbildung gewesen, und er solle doch erstmal einen Blindtest machen, dann würde er schon sehen (resp. hören) dass alles nur Wunschdenken und Selbsttäuschung gewesen sei. Sie wissen - und ich weiß - dass eine solche Behauptung, pauschal und ohne Überprüfung des Sachverhaltes aufgestellt, blanker Unsinn ist. Bei einer qualifizierten Untersuchung vor Ort mag ja durchaus herauskommen, dass tatsächlich eine Selbsttäuschung vorliegt. Ebenso kann eine Überprüfung zu dem Ergebnis führen, dass die Geräte tatsächlich unterschiedlich geklungen haben - plausible Gründe hierfür gibt es schließlich zur Genüge. Wer will das aus der Ferne und ohne präzise Informationen zum Sachverhalt schon schlüssig beurteilen...?

Aber vor allem stellt sich die Frage, WARUM jemand in der Öffentlichkeit unbedingt den Eindruck vermitteln will, er könne die Situation sozusagen per Ferndiagnose beurteilen und wisse was da los sei...? Und WARUM gibt es gerade im HiFi-Forum diese ungewöhnliche Gruppierung von Leuten, die alle glauben mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattet zu sein, die sich in gleicher Weise, wenn auch sprachlich in unterschiedlicher Form, öffentlich gleichgeschaltet äußern...? Es muss irgendein Motiv geben, eine übereinstimmende Zielsetzung, die diese Menschen eint. Das Phänomen ist nicht zuletzt unter psychologischen Gesichtspunkten derart interessant, dass es sich lohnt an anderer Stelle und in einem anderen Kontext noch einmal näher darauf einzugehen.

Aber zunächst zurück zu dem um was es hier eigentlich geht, zu den besagten Moderatoren des HiFi-Forums und deren Entscheidung. Wann die Dinge begannen sich in die falsche Richtung zu entwickeln lässt sich heute nur noch schwer ermitteln. Kleine Rangeleien mit der Moderation gab es auch in der Vergangenheit, aber nach meiner Erinnerung wurde der Ton nach und nach schärfer als ich damit begann, Glaubensgrundsätze der Klangunterschieds - Verneiner kritisch zu hinterfragen. Über Jahre berief man sich auf die Ergebnisse von Blindtests, in denen die Testhörer jeweils nicht in der Lage waren Unterschiede zwischen den verglichenen Geräten zu erkennen. Hoch im Kurs stand seinerzeit der Verweis auf den so genannten “Wiener Blindtest 2009”, den mein damaliger österreichischer Händlerkollege David Messinger durchgeführt hatte. Aufmerksam dürfte ihn wohl kaum jemand gelesen haben von denjenigen, die ihn immer wieder ins Spiel brachten. Sonst hätte ihm auffallen müssen, dass bei diesen Vergleichtests an einem einzigen Tag mehr als 130! (i.W. einhundertdreißig) Hördurchgänge durchgeführt wurden. http://www.hififorum.at/showthread.php?t=4482

Wer jemals einen qualifizierten, verblindeten Test selber durchgeführt hat, der weiß wie anstrengend es ist auch nur 20 Hördurchgänge nacheinander zu absolvieren: Ich selbst und meine Testhörer belassen es aus guten Gründen bei nur 10 Hördurchgängen pro Tag. Bei mehr als 130 Hördurchgängen an einem einzigen Tag handelt es sich eher um kurzes Hinhören, wodurch die spezifischen Eigenarten von Verstärkern - so diese denn vorhanden sind - unmöglich erkannt werden können. Meine offene Kritik an diesem BT, sozusagen die Zerstörung eines über Jahre unreflektiert propagierten Mythos, hat ganz sicher zu einigem Unmut in den Reihen der Klangunterschieds - Verneiner geführt.

Ähnliches gilt für den so genannten “Faketest”, der immer wieder als Beispiel ins Feld geführt wurde. Trotz intensiver Recherchen war es weder mir noch jemandem sonst möglich Näheres darüber herauszufinden. Die überzeugend erzählte Geschichte, ebenfalls auf der Seite von David Messinger nachzulesen, klingt zunächst ganz interessant. http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=87 Letztlich stellte sich jedoch heraus, dass dieser angebliche Faketest vermutlich niemals stattgefunden hat, es sich also um ein Phantasieprodukt handelte, das ohne jede kritische Überprüfung immer wieder herbeizitiert wurde. In einem Telefonat bestätigte mir David Messinger, dass er auch nicht wisse ob, wann und wo dieser Faketest stattgefunden habe. Die Geschichte, so erzählte er mir, kursierte irgendwann einmal im Internet, mehr wisse er nicht darüber. Auch diesen allseits beliebten Mythos hinterfragt und in Frage gestellt zu haben dürfte man mir auf Seiten der Holzohren sehr übel genommen haben.

Dasselbe gilt sicherlich für die Aufdeckung der “1000-Blindtest-Saga”, der fortgesetzten Behauptung von Holzohren-Seite, alleine im HiFi-Forum wären von dessen Mitgliedern bereits 1000 Blindtests mit Verstärkern durchgeführt worden, die allesamt gescheitert seien. Auch das ist nach meiner Überzeugung eine Mär. Wie sonst wäre zu erklären, dass es zu all diesen Blindtests keinerlei Dokumentationen gibt...? Keine Fotos, keine Daten, keine Terminangaben, keine Durchführungsbestimmungen, keine schriftlichen Aufzeichnungen..., rein gar nichts. Der einzige mir bekannte Blindtest, der diesen Namen auch verdient und der sauber dokumentiert wurde ist dieser, bei dem in 20 Hördurchgängen die Verstärker insgesamt 18x unterschieden werden konnten:   http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=108&thread=15579&z=1

Im Frühjahr 2013 entschieden meine HiFi-Freunde und ich erstmals eigene Blindtests durchzuführen; der Thread dazu startete im August 2013. Wir waren es Leid immer nur dieses ganze ideologisch gefärbte Blabla zu ertragen, dieses nervtötende, sich ständig wiederholende Hin und Her das sich bereits über Jahre hinzog, ohne damit auch nur einen Millimeter von der Stelle zu kommen. Also mussten Fakten geschaffen werden, nachprüfbare, unwiderlegbare Fakten, sauber dokumentiert, öffentlich und damit für jedermann zugänglich. Alle verblindeten Test fanden nicht nur öffentlich statt, zu jedem von ihnen waren sämtliche Kritiker herzlich eingeladen, um vor Ort sicher zu stellen dass alles mit rechten Dingen zugeht. Rechts sehen Sie (anonymisiert) einen der Veranstaltungsorte, an denen wir Blindtests mit CD-Playern durchgeführt haben.

Mein Eindruck war (und ist), dass dieses konkrete Handeln, weg von rein verbalen Auseinandersetzungen, hin zu überprüfbaren Prozessen und Ergebnissen erst recht auf Ablehnung stieß. Man wähnte sich jahrelang im Besitz der Meinungs- und Deutungs- hoheit und wollte diese keinesfalls durch die Teilnahme an Blindtest gefährden. Undenkbar für die allermeisten Holzohren bei einem solchen BT anwesend zu sein, und im Anschluss möglicherweise bestätigen zu müssen, dass die Geräte in einem fairen Blindtest zuverlässig unterschieden werden konnten. Also blieb man einfach weg, ignorierte geflissentlich meine vielen Einladungen und beschränkte sich auf das was man seit Jahren tat: Vor dem Rechner hocken und lamentieren.

Zur Ehrenrettung der Holzohren will ich jedoch anmerken, es gab zwei rühmliche Ausnahmen. An zwei unserer diversen Blindtests haben Holzohren teilgenommen, und zwar in Form von jeweils einer Person, und das unabhängig voneinander. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Zeigt es doch, dass nicht alle Holzohren ängstlich zurückweichen und eine strikte Verweigerungshaltung einnehmen wenn es konkret wird, wenn es gilt einen (vermeintlichen) “Gegner” persönlich zu treffen.

Wenn Sie einmal Zeit und Muße finden, lesen Sie bitte diesen aufschlussreichen Thread: http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=8&thread=6999&z=1 In kurzer Zeit erschließt sich ihnen wer dort welche Position zu welchem Zweck einnimmt.

BT-CD-Playerklang-51

Falls Sie sich tatsächlich dieser Mühe unterziehen können Sie unschwer feststellen, wie die Argumente sowohl gegen die Durchführung als auch gegen die Ergebnisse der BTs ab Mitte 2014, wie die Anfeindungen immer heftiger werden. Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits zwei erstklassige CDP - in gutem Wartungszustand und beide mit neuen Lasereinheiten versehen - im Blindtest sicher unterschieden - mühsam zwar, nach einigen Anläufen, aber dennoch sicher unterschieden. Auch der (verhältnismäßig einfache) erste BT mit zwei Vollverstärkern führte zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Geräte klingen auch verblindet unterschiedlich...

Ebenso stand zu diesem Zeitpunkt das Ergebnis des NF-Kabel Blindtests fest, den wir bereits in den ersten Januartagen 2014 durchgeführt haben. Anders als bei den beiden CDP und den beiden Verstärkern konnten wir verblindet keinerlei Klangunterschiede feststellen. Niemand, nicht ein einziges Holzohr aus dem Forum äußerte irgend etwas Negatives über die Durchführung, den Ablauf, das Ergebnis, es wurde stillschweigend zur Kenntnis genommen. Bei den anderen BTs, durchgeführt von denselben Personen, mit denselben hohen Ansprüchen an die Verblindung, denselben strengen Regularien, denselben Hörmethoden etc. hagelte es ununterbrochen Kritik bis hin zu dem, wozu sich selbst nach meinem Ausscheiden manche noch verstiegen:

Beleidigung-1
Beleidigung-2

Natürlich war mir zu jedem Zeitpunkt klar, dass es irgendwann dazu kommen würde, wenn es uns auch nur gelänge ein einziges Gerätepaar im BT zuverlässig voneinander zu unterscheiden, bei dem kein offensichtlicher Defekt vorliegt; zwischenzeitlich sind es derer bereits drei. Wenn sich innerhalb meiner wenigen Geräte bereits unterschiedlich klingende Exemplare einer Gruppe finden lassen, wie muss es sich dann erst bei den unzähligen Geräten verhalten, die zu tausenden und abertausenden in den Hörräumen privater Anlagenbesitzer betrieben werden...? Wie viele von ihnen klingen ebenfalls unterschiedlich...? Und das aus ganz verschiedenen, allesamt nachvollziehbaren Gründen...?

Ebenso war mir von Beginn an klar, dass ein derartiges Ergebnis zu hitzigen Debatten im HiFi-Forum führen müsse, weil ein positives Blindtestergebnis das, was besagter Verneiner - Kreis über Jahre hinweg postuliert hatte, ad absurdum führen würde. Deshalb waren meine Mitstreiter und ich uns bereits in der Planungsphase sehr schnell einig, dass der folgende Passus in die Texte zur BT-Vorbereitung aufgenommen werden müsse:  

Statement-9a

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Gewarnt durch die Vorgänge in anderen Threads, in denen die Moderation des Forums von einigen Holzohren massiv dazu gedrängt wurde mir endlich das Schreibrecht vollends zu entziehen, sich dabei auf das Hausrecht und den Passus “Dialogstörung” zu berufen, war auch absehbar, dass die Moderation diesem Druck nicht ewig würde standhalten können. Lange hat sie durchgehalten, was ihr hoch anzurechnen ist, aber irgendwann ging es dann wohl doch nicht mehr. Wie vehement die Moderation bisweilen von wütenden Holzohren attackiert wurde, kann man z.B. hier nachlesen: http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=108&thread=7738&back=&sort=&z=399

Will man bei der Beurteilung einer Auseinandersetzung - mit wem und um was auch immer - fair bleiben, dann ist es nicht nur vernünftig, sondern auch stets geboten sich gedanklich in die Lage des Gegenübers zu versetzen, die Situation aus dessen Perspektive, sie sozusagen durch seine Augen hindurch zu betrachten und zu beurteilen. Also habe ich mich gedanklich in die Situation eines Moderators versetzt und mich gefragt wie ich in dieser Situation gehandelt hätte. Aus Sicht der Moderation muss sie sich in einer schwierigen Lage, geradezu in einer Art Zwickmühle befunden haben. Letztlich blieben ihr nur zwei Optionen damit umzugehen, den äußerst unbefriedigenden Zustand zu beenden. Bislang hatte sie sich korrekt verhalten, hatte ihre Regeln zur freien Meinungsäußerung streng beachtet, mich gegen Angriffe geschützt und den Aufruhr ertragen, den meine Beiträge regelmäßig verursachen. Aber ihr war auch klar, meine Untersuchungen würden weitergehen, und ich würde nicht damit aufhören deren Ergebnisse zu posten. Was also hätte ich in der Funktion eines Moderators in dieser Situation getan...?

Hätte ich weiterhin sehr viel Zeit und meine ganze Aufmerksamkeit darauf verwendet immer wieder neu aufflammende Konflikte unter Kontrolle zu halten, dabei gegen Diskussionsteilnehmer vorgehen zu müssen deren Auffassungen ich bisweilen selber Teile, denen ich innerlich nahe stehe, und das nur um ein einzelnes Mitglied zu schützen, weil dies den Regeln des Forums entspricht und diese es verlangen...?

Oder würde ich eine Güterabwägung vornehmen, den Forenfrieden zu einem übergeordneten Ziel erklären und das einzelne Mitglied - schritt für Schritt - von der Diskussion fern halten und auf elegante Weise daran zu hindern suchen Beiträge zu veröffentlichen, die von der Schar der Holzohren inhaltlich nicht geteilt und liebend gerne verhindert werden möchte, Beiträge die mir auch nicht gefallen weil ich deren Inhalte ebenfalls nicht teile...?

Für welche der beiden Varianten sich die Moderation entschieden hat wissen wir. Und ich gebe unumwunden zu, ich hätte es in dieser Situation vermutlich genauso gemacht wenn ich keine klaren moralischen Prinzipien hätte. Solche Entscheidungen sind nicht angenehm, aber ich finde es richtig dass die Moderation eine Entscheidung getroffen hat. Nicht zu entscheiden und einen unbefriedigenden Zustand aussitzen zu wollen ist selten der klügere Weg. Auch und nicht zuletzt um der Moderation eine erneute Situation dieser Art zu ersparen, habe ich mich aus dem Forum zurückgezogen und meinen Account gelöscht. Schließlich wurde ich in all den Jahren stets fair von ihr behandelt (die aktuellen Verwerfungen und das Fehlverhalten einzelner Moderatoren einmal außen vor), es gibt aus meiner Sicht der Dinge also keinen Grund es ihr unnötig schwer zu machen.

Damit will ich es im Hinblick auf die Entscheidung der Moderation auch auf sich beruhen lassen, die Leute machen durch die Bank einen guten Job und es sind nicht sie, die ein Ärgernis darstellen. Wenden wir uns deshalb dem eigentlichen Kern der Sache zu, den so genannten Holzohren und deren Machenschaften. Was sind das eigentlich für Leute...? Was beabsichtigen sie...? Wie gehen sie dabei vor...? Mit welchen Mitteln ist es ihnen gelungen das Primat über einen kompletten Themenbereich innerhalb des HiFi-Forums zu erlangen...? Und wie haben sie es geschafft dieses Primat nahezu ungestört und über Jahre hinweg auszuüben, ihre Meinungsführerschaft praktisch ohne nennenswerte Gegenwehr aufrecht zu erhalten...? Was treibt sie im tiefsten Inneren an und wie weit sind sie dabei bereit zu gehen...?

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                                                                                                                 HOLZOHREN

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Lassen Sie es mich gleich von Beginn an klarstellen: So etwas wie DIE Holzohren gibt es nach meiner Erfahrung nicht. Ebenso wenig wie es DIE Katholiken, DIE Protestanten, DIE Muslime, DIE Buddhisten etc. gibt. Zur Veranschaulichung verschiedene Glaubensgemeinschaften ausgewählt zu haben geschah übrigens nicht von Ungefähr. Trotz einer gewissen ideologischen Gleichschaltung gibt es mit Blick auf die handelnden Personen innerhalb der Holzohren - Gemeinschaft enorme Unterschiede. In der Wortwahl, in der Argumentation, in der Qualifikation, in der Form wie sie sich gegenüber Andersdenkenden präsentieren. Es gibt (und gab) in ihrer Mitte einige äußerst kluge Köpfe, Menschen die durch ihren Sachverstand glänzen, und die im Wesentlichen zum Gelingen technischer Diskussionen beigetragen haben. Aber es gibt auch eine Vielzahl anderer, die sich in erster Linie durch boshafte, zynische und dümmliche Kommentare hervortun. Um wen es sich dabei jeweils handelt - und damit Sie sich gegebenenfalls darauf einstellen können - komme ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal darauf zurück.

Was wollen nun diese Holzohren...? Nun, sie wollen unter allen Umständen verhindern dass im HiFi-Forum über den Klang unterschiedlicher Komponenten wie CD-Player und Verstärker diskutiert wird. Mehr noch, am liebsten wäre es ihnen wenn vorwiegend neue Mitglieder sich mit ihren diesbezüglichen Erfahrungen erst gar nicht dazu äußern dürften. Da es hierzu, wie Sie gelesen haben, von Seiten der Moderation keine wie auch immer geartete Forendoktrin gibt, versuchen sie auf eigene Faust das Forum von diesem Thema - unterschiedlicher Klang von HiFi-Komponenten - möglichst frei zu halten. Dies geschieht oft in derart rüder Manier, dass Menschen sich genervt oder beleidigt zurückziehen, nicht den Mut aufbringen ihre Erfahrungen zu verteidigen und auf nimmer Wiedersehen verschwinden. Kunststück, wie sollten sie sich auch wehren...? Gegen mehrere Dutzend argumentativ hochgradig trainierter Widersacher anzutreten, die sich gegenseitig den Ball zuspielen und dabei z.T. mit unfairen rhetorischen Tricks arbeiten, das können nun mal die wenigsten Beitragsschreiber, so wie ich es am Anfang auch nicht konnte. Auch darauf werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal ausführlich eingehen. Dieses bisweilen brutale Vorgehen der Holzohren führt in aller Regel zu dem was auch andere Diskutanten, wie hier in einem brandneuen Thread, häufig beklagt, den Weggang unzähliger Forenmitglieder, was wiederum einige Holzohren ganz offensichtlich und in jedem einzelnen Fall als eine Art “ideologischen Teilsieg” für sich verbuchen.    

Verteidigung-1
Verteidiger-2

Dabei meinen einige der Holzohren es eigentlich nur gut. Sie möchten unerfahrene HiFi-Freunde vor den Gefahren warnen, die da draußen in der “bösen” Konsumwelt auf sie lauern. Vor Gefahren, die von unseriösen Produzenten und gierigen Händlern überteuerter HiFi-Produkte ausgehen. Das ist dem Grunde nach ein ehrenwertes Ansinnen dem nichts entgegen spricht. Ich selber warne ja ebenfalls davor übereilt und ohne ausreichende Prüfung, ohne qualifizierten Vergleich irgendeinem Werbeversprechen oder irgendeiner Empfehlung aus der Presse oder dem Netz zu glauben. Auch ich rate jedem dringend davon ab Geld für HiFi-Gerätschaft auszugeben, ohne sich vorab selber in aller Ruhe davon überzeugt zu haben, dass der zum Kauf anstehende Artikel, was immer es sein mag, genau dem entspricht was der Käufer für sich sucht. Nicht anders verhalten sich Verbraucherschützer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seriöser Verbraucherberatungsstellen. Die Basis meiner Überzeugung ist dabei das Vertrauen in die Urteilskraft erwachsener Menschen. Falls man diesen Menschen den richtigen Weg aufzeigt, ihnen sagt worauf sie besser achten und wie sie vorgehen sollten um ihr Ziel zu erreichen, dann sind sie sehr wohl in der Lage für sich selber die richtigen Entscheidungen zu treffen. Schließlich ist es ihr Geld für das sie gearbeitet haben und es ist ihre Enscheidung was sie damit tun, und nicht die meine.

Anders die Denk- und Vorgehensweise von Holzohren. Sie glauben jedem bei passender und unpassender Gelegenheit klar machen zu müssen, dass sie viel besser wüssten was ausreichend gut für ihn klingt. Zwar bekräftigen sie stets sie wollten niemanden bevormunden, faktisch kommt es jedoch dem Versuch einer Bevormundung oder gar dem Versuch einer Entmündigung gleich, wenn man jemanden öffentlich als eine Art lernresistenten Deppen darstellt, nur weil er den Klang des einen HiFi-Gerätes dem Klang eines anderen HiFi-Gerätes vorzieht und sich nicht der Auffassung der allermeisten Holzohren anschließen mag. Selbstverständlich beurteilen wir den Klang von HiFi-Geräten und den Klang ganzen HiFi-Anlagen unterschiedlich, weil der von uns wahrgenommene Klang stets das Ergebnis einer Interpretation unseres Gehirns ist. Und unsere Interpretationen unterscheiden sich nun einmal voneinander, so wie sich auch unsere Gehirne voneinander unterscheiden. Der Moderator Pilotcutter hat dazu einmal geschrieben:  

Man mag sich dieser Sichtweise anschließen oder nicht. Entscheidend ist für mich der letzte Satz: “Das hat also überhaupt gar nichts mit Intelligenz zu tun - es sind einfach verschiedene Strukturen in uns...” Unterstellen wir für einen Augenblick es würde sich tatsächlich so oder so ähnlich verhalten, dann leiten sich daraus mehrere grundsätzliche Fragestellungen ab:

1. Hat eine Seite das Recht der anderen Seite ihr “So-Sein” vorzuwerfen...?

2. Hat eine Seite das Recht die andere Seite massiv zu diskreditieren, deren Sicht als minderwertig, als Einbildung, als Spinnerei abzutun und sich derart herabwürdigend und beleidigend zu äußern, als stünde man über allem und es hätte nur die eigene Sicht auf die Dinge eine Existenzberechtigung...?

3. Hat eine Seite das Recht alles daran zu setzen, dass die andere Seite sich in einem öffentlichen Forum nicht frei äußern kann ohne gleich von einer ganzen Horde fanatischer “Glaubenskrieger” angegangen, oft auf unangenehme Weise belehrt, dabei massiv bedrängt und letztlich verbal angegriffen zu werden...?

Meiner Meinung nach hat sie dieses Recht nicht. Aber solange sich ihr niemand in den Weg stellt, weder der Betreiber des Forums noch dessen Administration und Moderation, nimmt sie sich einfach das Recht dazu und setzt es unerbittlich gegen jedermann durch der ihr im Forum zu widersprechen wagt. Einer der Beweggründe, die von Holzohren zwecks Rechtfertigung ihres Verhaltens - die Unterdrückung freier Meinungsäußerungen zum Thema Klang - immer wieder genannt wird, ist der Wunsch das HiFi-Forum als eine Art Nachschlagewerk zu präsentieren. Schließlich könne jedermann lesen was dort steht, und durch inhaltlich “falsche” Beiträge würde ein Thread in seiner Substanz sozusagen verwässert, dessen Leser unnötig verunsichert.

Mehrfach habe ich darauf hingewiesen dass ein Forum, welches eigens zum Gedankenaustausch und zur konträren Diskussion geschaffen wurde, diesen Anspruch nicht erfüllen kann und auch nicht erfüllen soll. In den Nutzungsregeln findet sich dazu folgender Passus ZITAT: Sie können natürlich Meinungsverschiedenheiten mit anderen haben - wir ermutigen zu lebhaften Diskussionen in unseren Foren...” ZITAT ENDE

Wer Widerspruch nicht will, oder wer Widerspruch nicht ertragen kann, wäre gut beraten seine Überzeugungen in anderer Form der Öffentlichkeit darzulegen. Die Veröffentlichungen von Fachbüchern wären hierzu bestens geeignet. Niemand kann deren Inhalte verwässern oder etwas hineinschreiben das dem Autor nicht gefällt. Oder ein eigener Blog oder eine eigene Website wären ein geeigneteres Mittel um die Öffentlichkeit an seinen Überlegungen sowie an den daraus resultierenden Konklusionen teilhaben zu lassen. In ihnen lässt sich eher eine Meinung detailliert und in Ruhe darlegen und begründen.

Wer stattdessen den Versuch unternimmt ein ganzes Forum hinsichtlich eines bestimmten Themenkomplexes zu kapern, dort die Meinungshoheit zu erlangen um ungestört einseitig agitieren zu können, der wird zwangsläufig scheitern und findet für seine Überzeugungen keine nennenswerte Anhängerschaft mehr.

Erklärungsmodell-2

Wie hat es nun diese kleine Gruppe von Holzohren geschafft - ich schätze ihre Zahl aktuell auf etwa 40 bis 50 Personen - einen ganzen Themenkomplex innerhalb eines riesigen Forums über Jahre hinweg zu dominieren und praktisch jeden zu vertreiben, der sich über den Klang seiner Geräte mit anderen austauschen wollte....? Ganz einfach, durch einige Tricks und durch die gemeinsame Anwendung bestimmter Strategien. Wie diese sowohl einzeln als auch in konzertierter Form angewendet funktionieren, darüber lässt sich problemlos ein dickes Buch schreiben. An dieser Stelle will ich nur ganz kurz die wichtigsten Vorgehensweisen anreißen.

FORDERUNG NACH MESSWERTEN

Wann immer jemand im Forum behauptet hat zwei Verstärker oder zwei CD-Player würden unterschiedlich klingen, wurde von Seiten der Holzohren entweder ein verblindeter Hörtest oder ein Nachweis in Form von Messdaten verlangt. Beginnen wir mit der zweiten Forderung. Dahinter steht die (relative) Gewissheit, wenn zwei Geräte tatsächlich unterschiedlich klingen, dann muss sich dies in den Messwerten der Geräte widerspiegeln. Dem stimme ich ausdrücklich zu. Wie sonst sollte es auch sein, wenn man unkalkulierbare Interaktionen aufgrund individueller Unverträglichkeiten der Geräte einmal außen vorlässt...? Wenn zwei Geräte völlig identische Messdaten aufweisen, dann werden sie meist auch identisch klingen. Ein schlauer Trick der Holzohren besteht darin Messwerte zu verlangen, obwohl sie nur zu genau wissen, dass ein normaler Anlagenbesitzer kaum in der Lage sein dürfte aussagekräftige Daten der gehörmäßig verglichenen Geräte in der notwendigen Messtiefe zu liefern. Und ein Labor mit derartigen Messungen zu beauftragen, das werden sich die allerwenigsten Anlagenbesitzer leisten können oder leisten wollen. Das bedeutet: Solange derartige Messdaten der (vermeintlich) unterschiedlich klingenden Geräte nicht vorliegen, unterliegt es reiner Spekulation ob die Geräte tatsächlich unterschiedlich klingen oder nicht. So weit, so gut...

Was Holzohren gerne verschweigen: Ihre sämtlichen Aussagen (z.B.) im gewaltigen Verstärkerklang - Thread mit mehr als 26.400 Beiträgen basieren ausschließlich auf irgendwelchen Annahmen, Vermutungen und Spekulationen, da - von einer Ausnahme einmal abgesehen - bei keinem der Geräte qualifiziert gemessen wurde. Prüfen Sie es ruhig selber nach: http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=108&thread=7738&back=&sort=&z=511 Alles was Sie finden werden sind irgendwelche pauschalen Aussagen, Gemeinplätze bis hin zu mantraähnlichen Beschwörungsformeln. In rund sieben! Jahren hat es (außer bei besagter Ausnahmen) niemand für nötig befunden auch nur ein einziges Gerät näher zu untersuchen. Stattdessen wurde munter doziert, belehrt, theoretisiert oder einfach nur geschwafelt. Was nun die Ausnahme anbelangt: Ein ONIX - Verstärker, der bei 20 Hördurchgängen im verblindeten Vergleich 18x zu erkennen war, wurde tatsächlich in die Tiefe gehend von einem Holzohr vermessen. Dies ist ihm hoch anzurechnen, weil es den ganzen Aufwand getrieben und ehrlich über die Ergebnisse berichtet hat. Ursache für die Unterscheidbarkeit war ein ungewöhnliches Klirrspektrum des ONIX in Verbindung mit einer kleinen Überhöhung des Frequenzgangs im Tieftonbereich. Lesen Sie bitte einmal nach wie verzweifelt andere Holzohren versuchen das eindeutige Ergebnis herunterzuspielen: http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=108&thread=15579&back=&sort=&z=1

Während am Anfang noch interessiert Fragen gestellt werden, entwickeln sich die Beiträge immer mehr in die Richtung das Ergebnis herunterspielen zu wollen. Selbst der Testhörer, der zu Beginn ganz stolz darauf war die Geräte mit einiger Mühe klanglich auseinander halten zu können, knickte nach einiger Zeit ein, schloss sich der Mehrheitsmeinung an und behauptete es gäbe keinen Verstärkerklang, er sei nun auch davon überzeugt Verstärker unterscheiden sich klanglich nicht voneinander. Nun gut, nicht jeder kann sich gruppendynamischen Zwängen widersetzen. Das ist kein böser Wille, aber es kann eben nicht sein was nicht sein darf, vor allem dann nicht, wenn alle anderen Diskutanten dagegen sprechen. Ein klassisches Beispiel für normative Konformität finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=-LJDNW2srvU

Wenn sich aber entgegen der Erwartungshaltung jemand der Mühe unterzieht, so wie ich es mit den Messungen an Lautsprecherkabeln gezeigt habe, dann ist urplötzlich das “Geschrei” groß. Genau das, was zuvor vehement gefordert wurde, ist nun plötzlich das was keinesfalls hätte geschehen dürfen: Ein messtechnischer Nachweis, sowohl auf elektrischer als auch auf akustischer Ebene, liegt vor. Dies ist für viele Holzohren ein ebenso erschreckendes Ereignis wie ein bestandener Blindtest. Und ebenso wie das oben genannte Blindtestergebnis heruntergespielt werden sollte, wird dieses mit den Messergebnissen auf jede nur denkbare Weise versucht. Da wird einfach behauptet die Messungen taugen nichts..., oder die Messgeräte sind nicht in Ordnung..., die Messmethoden sind falsch..., oder es wird ganz einfach behauptet die Messungen hätten nicht stattgefunden, das alles wäre frei erfunden..., und der Messende sei ohnehin nicht glaubwürdig, das wisse man ja schließlich... und weiß der Kuckuck was da noch alles ins Feld geführt wird. Aber ich frage Sie ernsthaft, was sollen Holzohren sonst auch tun...? Wenn jemand auf den schlauen Trick mit der Forderung nach Messdaten nicht hereinfällt, sich der Mühe unterzieht und tatsächlich Messdaten liefert, welche argumentativen Alternativen bleibt ihnen dann noch...?

FORDERUNG NACH BLINDTESTS

Auf den ersten Blick erscheint diese Forderung vernünftig. Ein unverblindet wahrgenommener Klangunterschied sollte - so er denn real existiert - auch verblindet erkennbar sein. Ist er das nicht, scheint sich der Hörer, der den (vermeintlichen) Unterschied  bemerkt hat, wohl getäuscht zu haben. Auch dieser Auffassung stimme ich zu..., allerdings nur unter den Bedingungen, dass der Test nicht manipuliert wird, er unter identischen Bedingungen stattfindet wie jene es waren als der (vermeintliche) Klangunterschied festgestellt wurde, und falls der oder die Hörer genau wissen wie sie sich vorbereiten können und auf welche Weise sie hören müssen. Aber selbst dann ist es nicht ganz leicht reale Unterschiede, die sich unverblindet mit der Zeit geradezu aufdrängen, verblindet in vertretbar kurzer Zeit - sagen wir innerhalb einer Viertelstunde - noch sicher zu erkennen. Bei 20 erforderlichen Hördurchgängen bedeutet dies eine reine Hörzeit von 5 Stunden (i.W. fünf...!!!), wodurch es sich von alleine verbietet den gesamten Blindtest an einem einzigen Tag durchzuführen. Es wäre müßig hier noch einmal näher darauf einzugehen. Alles was sich im Lauf unserer nun fast zweijährigen Untersuchungen herausgestellt hat finden Sie unter dem Button: WARUM SO...?

Wenn man die an sich vernünftige Forderung nach einem Blindtest jedoch etwas näher beleuchtet, dann stellt man sehr schnell fest, dass in Wirklichkeit ganz oft zwar Blindtest geschrieben wird, in Wirklichkeit jedoch etwas anderes erwartet wird, eine Art SCHNELLVERGLEICH..., so eine Art “Speed-Dating” mit unterschiedlichen Geräten einer Gattung. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich gehe davon aus dass die meisten Holzohren genau wissen (oder zumindest zwischenzeitlich verstanden haben) dass diese Vorgehensweise praktisch jede Chance zunichte macht feine Klangunterschiede zu erkennen. Ganz besonders gilt dies wenn auch noch ein paarmal hin- und her geschaltet wird. Wer das nicht weiß, wird selbstverständlich in die (unwissentlich oder mit voller Absicht) aufgestellt Falle tappen und keine Unterschiede feststellen. Woraus dann leichtfertig geschlossen wird es sei unter klanglichen Gesichtspunkten egal für welches Gerät man sich entscheidet.

Diesem fatalen Irrtum unterliegen sogar Menschen die als Profis angesehen werden können, die es eigentlich besser wissen müssten, und die ebenfalls glaubten in der Lage zu sein bei einem solchen SCHNELLVERGLEICH die klanglichen Eigenschaften zweier Geräte schlüssig beurteilen zu können. Der Diskutant PELMAZO, den ich nach wie vor für einen der fähigsten und klügsten Köpfe halte, mit denen ich im HiFi-Forum in Kontakt treten durfte, führt in seinem Blog ein solches Beispiel an.

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John Atkinson

Ich stimme sofort zu wenn PELMAZO schreibt: “Dass man Verstärker finden kann die dieses Kriterium (Anm.: auf klangliche Neutralität hin entworfen) nicht erfüllen, bestreitet niemand ernsthaft.

Stimmt...! Allerdings würde ich den Satz ein klein wenig ergänzen wollen, nämlich so: “Dass man Verstärker finden kann die dieses Kriterium nicht erfüllen, bestreitet niemand der noch alle Tassen im Schrank  hat.” Natürlich gibt es Verstärker, denen der Entwickler seine eigene klangliche “Signatur” mit auf den Weg gegeben hat. Und ebenso gibt es eine nicht unwesentliche Zahl an Verstärkern und CD - Spielern, die unter ansonsten identischen Bedingungen unterschiedlich klingen. Auch das würde niemand ernsthaft  bestreiten der sich in der Praxis damit beschäftigt. Es gibt eben viele denkbare Ursachen für den Eigenklang eines Gerätes. Und klar, wenn Geräte verglichen werden von denen man praktisch NICHTS weiß, dann hat es null Überraschungswert wenn sie sich tatsächlich klanglich unterscheiden. Auch wenn PELMAZO und ich bei einigen anderen Beurteilungen nicht übereinstimmen, mit dieser Aussage hat er absolut Recht.

Wie (fast) immer bringt es PELMAZO mit seiner Analyse auch hier wieder auf den Punkt. Wir wissen nicht was es letztlich war, das Atkinson seine vorangegangene Kaufentscheidung vermiest hat. Der Geruch, das Aussehen, der Klang...? Was wir allerdings wissen ist, DASS er sich offensichtlich falsch entschieden hat, weil er dem Ergebnis eines üblichen Blindtests wohl vertraut hat. Für eine weitreichende Kaufentscheidung, die u.U. eine nicht unbeträchtliche Investition verlangt, eine geradezu törichte Vorgehensweise.

Ich stimme John Atkinson auch nicht zu wenn er meint, ein Blindtest könne die hörbaren Qualitäten eines Verstärkers nicht aufdecken. Natürlich kann er das, aber nicht im Schnellverfahren und auf die sattsam bekannte und (nach meinen Überzeugung und nach den Erfahrungen meiner Mitstreiter) ungeeignete Weise. Da PELMAZO in seinem Beitrag auch über andere Aspekte von Blindtests schreibt, will ich die Gelegenheit nutzen ihm ein weiteres Mal beizupflichten. Er führt an einer Stelle zunächst meine Testfragestellung an die da lautet...

“Ist es möglich unterschiedliche gebrauchte HiFi - Verstärker, die aufgrund ihrer klanglichen Charakteristika von  geübten Hörern unverblindet unterschieden wer- den können, auch dann noch  zweifelsfrei 20x in Folge zu unterscheiden, wenn eine zuverlässige  Verblindung besteht? Zielsetzung ist es dabei, nicht nur zu erkennen ob eine Unterscheidung zwischen Gerät A und Gerät B möglich ist, es soll auch sicher erkannt werden welches Klangbild zu welchem Gerät gehört.”

...und kommentiert diese dann wie folgt:

Pelmazo-Klangunterschiede

Wenn man also mit PELMAZO und mir in diesem Punkt übereinstimmt, dann stellt sich im Hinblick auf die jahrelangen Streitereien um Klangunterschiede oder nicht Klangunterschiede zwangsläufig folgende Frage: Was wussten Holzohren, die sich stets mehrheitlich anmaßten beurteilen zu können, sozusagen per Ferndiagnose, ob es sich bei den von Privatleuten oft in Threads beschriebenen Klangunterschieden zwischen Geräten gleicher Gattung um Einbildung handelte oder nicht...?

- verfügten sie vielleicht über aussagekräftige Messprotokolle besagter Geräte...?

- lagen evtl. zuverlässige Blindtestergebnisse mit diesen Geräten vor...?

- war möglicherweise jemand von ihnen vor Ort und hat dort irgendwelche Prüfungen oder Messungen durchgeführt...?

- hat sich, das wäre ja denkbar, irgend jemand die Geräte zuschicken lassen um sie in der eigenen Werkstatt zu messen oder anderweitig zu überprüfen...?

Nein...??? Nichts dergleichen...??? Natürlich nicht. NICHTS Substanzielles wussten Holzohren von den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort, NICHTS Relevantes von den zum Vergleich herangezogenen Geräten, NICHTS von den Anlagen, den Hörräumen oder von was auch immer. Ich selbst habe in diversen Threads mehrfach darauf hingewiesen, dass Ferndiagnosen dieser Art kompletter Unfug und überdies geradezu lächerlich sind, sie bestenfalls irgendwelche Annahmen und Vermutungen - bezogen auf den konkreten Fall - zum Ausdruck bringen können. Auf dieses Thema werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal etwas ausführlicher eingehen. Bleiben wir zunächst bei der Falle, die durch die Forderung nach einem Beweis per Blindtest aufgestellt wird. Dieser können Sie nur entgehen, wenn Sie bereit sind enormen Aufwand zu treiben, indem Sie die dritte Variante wählen von den drei Möglichkeiten, die Ihnen als Reaktion auf die Forderung letztlich zur Verfügung stehen.

1. Sie verweigern einen Blindtest. In diesem Fall wird man Ihnen pauschal unterstellen Sie hätten sich nur etwas eingebildet, ein Blindtest hätte dies sofort gezeigt. Und schon ist die Falle zugeschnappt.

2. Sie führen zu Hause einen oberflächlichen Blindtest, einen SCHNELLVERGLEICH durch, so wie man es Ihnen nahe legen wird. Natürlich werden Sie in den allermeisten Fällen keine Unterschiede hören, ganz egal ob die Geräte tatsächlich identisch oder unterschiedlich klingen. Und schon sind Sie erneut in die Falle gegangen.

3. Sie entscheiden sich dafür valide, öffentliche, unter Zeugen stattfindende, aufwändige und gut dokumentierte Blindtests durchzuführen, zu denen Sie ihre größten Kritiker herzlich einladen und diese darum bitten, Sie vor Ort in der Funktion eines Testleiters, einer Aufsichtsperson oder anderweitig zu unterstützen. Was dann geschieht können Sie hier Schritt für Schritt und im Detail nachlesen: http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=8&thread=6999& Zwar kann in diesem Fall die aufgestellte Falle nicht zuschnappen, aber alleine das könnten Ihnen einige der Holzohren bereits ebenso übel nehmen wie das unerwartete Vorweisen von Messergebnissen.

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FLIEGENDER WECHSEL DER ARGUMENTATIONSSTRATEGIE

Auch dies ist ein verbreiteter Trick, den einige Holzohren gerne anwenden um nicht anerkennen zu müssen, dass HiFi - Geräte durchaus unterschiedliche Klangbilder erzeugen können. Da wird vehement nach einem Blindtest verlangt, weil ohne Bestehen eines solchen jede Aussage zum Klang angeblich ohne jeglichen Wert sein soll. Wird dann ein solcher Blindtest tatsächlich durchgeführt und bestanden, wie das bei den von uns durchgeführten BTs mit meinen Geräten bereits mehrfach der Fall war, dann wird blitzschnell auf die Forderung umgeschwenkt, nun sollen in die Tiefe gehende Messwerte beigebracht werden. Eine bloße Bekräftigung, und sei es durch eine Fachwerkstatt die bestätigt dass ein Gerät völlig in Ordnung sei, reicht dann nicht mehr aus.

Bestand zuvor lediglich die Forderung nach Messwerten, dann wird unmittelbar nach Vorlegen derselben umgeschwenkt und behauptet, die messtechnischen Unterschiede  könne man sowieso nicht hören, so wie das bei meinen Messungen an Lautsprecherkabeln geschehen ist, und es wird ernsthaft zusätzlich verlangt in einem Blindtest nachzuweisen, dass die messtechnisch bereits nachgewiesenen Unterschiede auch verblindet gehört werden können.

In der Konsequenz bedeutet dies, dass jeder ganz “normale” Besitzer einer HiFi - Anlage, der nach einem Tausch von Komponenten klangliche Unterschiede für sich feststellt, zum Nachweis deren realer Existenz sowohl einen Blindtest durchführen als auch qualifizierte Messwerte beibringen soll; zwei Forderungen die zu erfüllen diejenigen, die sie ständig lautstark aufstellen, selber nicht in der Lage wären - von extrem seltenen Ausnahmen (Stichwort ONIX) einmal abgesehen. Denkt man dies konsequent zu Ende, dann ergibt sich daraus folgende Frage: Wenn die allermeisten Holzohren weder in der Lage sind einen validen Blindtest durchzuführen..., noch über das notwendige Messequipment verfügen..., woher wollen sie dann eigentlich “wissen” ob sich manche HiFi - Komponenten klanglich unterscheiden lassen oder nicht...? Nach deren eigenem Bekunden ist eine Aussage dazu ohne qualifizierte Messungen und ohne validen Blindtest doch gar nicht möglich...!??? Oder etwa doch, gilt das nicht mehr wenn es um die eigene Position, die eigene Glaubwürdigkeit geht...? Wird hier vielleicht mit zweierlei Maß gemessen...? Andere sollen zu allem und jedem Beweise beibringen, aber für einen selber reicht es aus irgend etwas zu behaupten, welches dann völlig unbewiesen von den Anderen auch noch kritiklos geglaubt werden soll...? Ganz schön vermessen, diese einseitigen Forderungen, nicht wahr...

Ich komme zu dem Schluss: Bevor jemand im Brustton der Überzeugung behaupten kann es würde sich bei beschriebenen Klangunterschieden um einen Irrtum, um irgendeine Art von Täuschung gehandelt haben, müsste er zumindest reale physikalisch / technische Ursachen für derartige Klangunterschiede ausschließen. Einige denkbare Ursachen habe ich mehrfach aufgeführt, zum Beispiel in diesem Beitrag aus dem Jahr 2012. Dies wurde bis auf besagte Ausnahme in den Jahren in keinem mir bekannten Fall untersucht.

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uRSACHEN-klangunterschiede

VERHEIMLICHEN DES EIGENEN EQUIPMENTS

Dieser Trick wird zwar nur selten, dafür von einzelnen Holzohren um so konsequenter angewendet. Um nichts in der Welt sind diese bereit die Komponenten oder ihre ganze Anlage zu benennen und Fotos davon einzustellen. Nun ist es nicht so, als könne man den Klang einer Anlage anhand von Fotos schlüssig beurteilen. Aber es lässt sich auf Bildern annähernd einschätzen, wieso jemand z.B. glaubt es gäbe bei zweikanaliger Wiedergabe keine virtuelle Plastizität im Klangbild, keine Dreidimensionalität, keine Tiefenstaffelung und dergleichen. Der Grund ist - von eher seltenen gesundheitlichen Einschränkungen des Hörers einmal abgesehen - fast immer der gleiche; die Anlage und deren Aufstellung, insbesondere die Aufstellung der Lautsprecher in Verbindung mit der Akustik des Raumes, geben es einfach nicht her solche qualitativen Merkmale der Wiedergabe wahrzunehmen, selbst wenn deren Besitzer bei einer guten Anlage dazu durchaus in der Lage wäre.

Wenn also ein Holzohr selbst auf mehrfaches Nachfragen nicht bereit ist sein Equipment zu verraten, ein Foto davon herzuzeigen, dann stimmt damit etwas nicht. Der Diskutant scope, dessen fachliche Fähigkeiten ich ebenso schätze wie die PELMAZOS, hat einmal zu meiner gegenüber einem anderen Diskussionsteilnehmer geäußerten Bitte, er möge seine Anlage doch einmal vorzeigen, folgendes geschrieben:

Scope-Wichtigtuer

Ich denke scope hat da die richtige Sicht auf die Dinge. Wer ständig den Eindruck erweckt er kenne sich gut aus, verstünde etwas von HiFi-Anlagen und berichte aufgrund eigener Erfahrung und aufgrund eigenen Erlebens..., der, wenn konkret nachgefragt wird, jedoch nichts vorzuweisen hat das die Annahme rechtfertigen würde seine Aussagen könnten stimmen, dessen Ausführungen sollte man besser nicht ernst nehmen. In solchen Fällen kann man tatsächlich davon ausgehen, dieser Jemand habe sich seine “Meinung” per Suchmaschine angeeignet um “irgendwie mitzumischen”, womöglich unmittelbar bevor er seinen Beitrag geschrieben hat. Wir bezeichnen solche Diskutanten intern oft als “Wikiwis”, was scherzhaft für Wikipedia - Wissenschaftler steht.

UMDEUTUNG EINES BEREITS ERÖFFNETEN THREAD-THEMAS

Wie so etwas funktioniert lässt sich am besten mit den Geschehnissen im Thread: In welchem Maße gibt es Verstärkerklang?! aufzeigen. Eröffnet wurde dieser Thread von einem Diskutanten mit Namen incitatus, der in seinem ersten Beitrag beschreibt um was es ihm geht:

Eröffnungsbeitrag

Bereits mit den ersten beiden Antworten wird ihm unmissverständlich klar gemacht, sein Beitrag sei völlig wertlos weil er keinen Blindtest mit exaktem Pegelabgleich absolviert habe. Hier können Sie das übrigens alles im Detail nachlesen: http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=108&thread=7738&z=1

Das ist etwa so, als würden Sie in einer fremden Stadt nach dem Weg zu einem Museum fragen, und der Gefragte antwortet Ihnen, Sie brauchen dort gar nicht erst hinzugehen weil es schwachsinnig sei ein Museum aufzusuchen und man seine Zeit besser anderweitig nutzen sollte. Wie meinen Sie...? Eine bodenlose Frechheit...? Natürlich ist es das. Sie hatten nicht um Rat gebeten wie Sie Ihre Freizeit verbringen sollten, sondern lediglich nach einer Wegbeschreibung gefragt. Incitatus hatte nach Erfahrungsberichten anderer Anlagenbesitzer gefragt, und wollte nicht ungefragt darüber belehrt werden dass seine Schilderung völlig wertlos sei. Aber das ist genau das was ich zuvor beanstan- det habe. Holzohren haben scheinbar panische Angst davor, es könnten sich unzählige HiFi-Freunde melden die vergleichbare Erfahrungen gemacht haben wie incitatus, und das will man von Seiten der Holzohren auf alle Fälle verhindern. Aus diesem Grund wird jeder sofort attackiert der es wagt von seinen Hörerfahrungen zu berichten.

Nach diesem ersten “Schuss vor den Bug” meldeten sich einige Anlagenbesitzer zu Wort, die incitatus´ Frage beantworteten und bestätigten, dass sie ebenfalls derartige Erfahrungen gemacht haben. Daran ist ja auch nichts verwunderlich wenn man sich vor Augen hält, wie viele denkbare Ursachen es dafür geben kann, inkl. der Möglichkeit sich getäuscht zu haben und der eigenen Erwartungshaltung aufgesessen zu sein. Aber das müsste man von Fall zu Fall seriös untersuchen um Klarheit zu schaffen.

Verblüffend ist, wie sich nach einiger Zeit der Thread wandelt, und irgendwann wird praktisch nur noch darüber diskutiert ob flammneue, vergleichbar leistungsfähige, messtechnisch einwandfreie Verstärker mit praktisch identischen Messwerten unterschiedlich klingen oder nicht. Aus meiner Sicht ist eine solche Diskussion unsinnig. Selbstverständlich klingen solche Verstärker identisch und sind mit bloßem Zuhören in den meisten Anlagen nicht zu unterscheiden. Würden sie unterschiedlich klingen, könnte man die Ursache(n) hierfür selbstverständlich auch messen bzw. messtechnisch begründen, so wie das beim ONIX ja auch geschehen ist. Fragen Sie mich nicht wann im Verlauf des Threads das ursprüngliche Thema umgedeutet wurde, das habe ich nicht mitverfolgt. Von wem es umgedeutet wurde ist für mich allerdings klar - von Diskutanten für die das Threadthema: “In welchem Maße gibt es Verstärkerklang wenn alle denkbaren Ursachen für Verstärkerklang von vorne herein ausgeschlossen werden?!” viel bequemer war als sich damit auseinander zu setzen, ob und warum übliche Verstärker privater Anlagenbesitzer in den konkret geschilderten Fällen anders geklungen haben oder nicht. Diese Position kann man bequem von seinem Stuhl vor dem PC aus argumentativ vertreten, und muss sein Gesäß dazu nicht einmal auch nur wenige Millimeter anheben. Wäre man beim ursprünglichen Thema geblieben, hätte man jeden Einzelfall daraufhin untersuchen müssen ob der Anlagenbesitzer nicht doch Recht hatte mit seiner Behauptung, die Anlage hätte nach einem Verstärkerwechsel anders geklungen als zuvor.

Das hätte aber Arbeit bedeutet, man hätte aktiv werden müssen, hätte Aufwand treiben müssen, hätte vielleicht irgendwohin fahren müssen, hätte sich Geräte evtl. zuschicken lassen, diese untersuchen und wieder zurückschicken müssen. Mit irgendwelchem theoretischen Gerede wäre es dann nicht mehr getan gewesen. Kurzum, man hätte von seinem Stuhl aufstehen und etwas unternehmen müssen, eine Vorstellung die so manchem Holzohr scheinbar zutiefst zuwider ist. Die Umdeutung des Themas, die Missachtung der ursprünglichen Fragestellung gestaltete sich - mit Duldung der Moderation - hingegen wesentlich einfacher, war also ein ebenso effektiver wie durchschau- barer Kunstgriff von Seiten der Holzohren. Durch ihn konnte man den Thread problemloser argumentativ gegen die Meinungen von Anlagenbesitzer, nach denen incitatus gefragt hatte, wirksam abschotten und musste dazu nicht einmal einen Finger krumm machen.

DER ERHOBENE ZEIGEFINGER, GUT GEMEINT ABER NICHT GUT GEMACHT

Das Ziel vieler Holzohren kann ich sehr gut nachvollziehen. Man will unbedarfte HiFi-Freunde vor den zum Teil unseriösen Machenschaften einiger Anbieter von überteuerten HiFi - Geräten und unnützen Zubehörartikeln schützen. Gut, das will ich auch. Aber das funktioniert nur indem man das Vertrauen der potenziellen “Opfer” gewinnt, indem man eine tragfähige Beziehungsebene zu ihnen aufbaut, indem man ihnen dabei hilft sich zurecht zu finden, und nicht indem man sie ungefragt belehrt, versucht ihnen seine Meinung aufzuzwingen oder sie gar anfeindet. Das Vorgehen mancher Holzohren erinnert mich sehr daran, was ich in meiner Kindheit bei meinem sonntäglichen Kirchgang oft erlebt habe. Statt sich zu freuen weil immerhin noch einige Gläubige den Weg in seine Kirche fanden, statt diese herzlich zu begrüßen und ihnen das Gefühl zu vermitteln willkommen zu sein, schimpfte unser Pastor während der Predigt von der Kanzel herunter, beklagte die vielen leer gebliebenen Bänke und drohte mit der ewigen Verdammnis.

Verrückt, nicht wahr...? Diejenigen, die der Kirche ferngeblieben waren, bekamen davon nicht das Geringste mit..., und ausgerechnet diejenigen, die in die Kirche gekommen waren um an der Messe teilzunehmen, mussten sich wüste Beschimpfungen und Drohungen anhören. Ich habe mich später oft gefragt ob unser Pastor nie gelernt hat wie Menschen eigentlich “funktionieren” und wie man deren Herzen gewinnt. Ich denke ihm war überhaupt nicht klar, dass es zur wirksamen Ausübung seiner Berufung nicht ausreichte Theologie studiert zu haben und die Bergpredigt auswendig zu kennen, um ein willkürliches Beispiel zu benennen. Sicher beherrschte er sein theologisches Fachwissen, daran habe ich keinen Zweifel, aber das worauf es bei seiner missionarischen Zielsetzung wirklich angekommen wäre, davon verstand er nicht das Mindeste. Hätte er einen Weg gefunden seine Kirche zu füllen, die Menschen mit seinen Predigten zu begeistern und ihnen zugleich seinen christlichen Glauben zu vermitteln, dann wäre die Situation eine völlig andere gewesen.

Warum ich ausgerechnet dieses Beispiel angeführt habe wird Ihnen sicher nicht verborgen geblieben sein. Dabei muss man unserem ehemaligen Pastor zugute halten, dass es ihm nie gelungen ist die Kirche vollkommen zu leeren, irgendwelche Unentwegten sind auch später noch hingegangen. Sich so zu verhalten wie unser damaliger Pastor es tat wäre nur dann opportun gewesen, wenn er die Kirche sozusagen “für sich alleine” hätte haben wollen. Damit hätte er zwar niemanden außerhalb der Kirche mehr erreichen können, aber er hätte eine Reihe andere Priester um sich scharen können, die sich gegenseitig aus dem Katechismus vorlesen und die mit ihm darüber philosophieren, wie dieses oder jenes Wort aus der Heiligen Schrift wohl gemeint gewesen sein könnte. Die Menschen außerhalb der Kirche hätten von diesem Kreis mit solcher selbst gewählten Isolation natürlich nichts mehr erfahren, was er billigend hätte in Kauf nehmen müssen. Wohin (auch und nicht zuletzt) solches elitäre Gehabe längerfristig führt ist allerorts zu beobachten, in der Kirche wie auch anderswo. Man will einfach diese dogmatischen Besserwisser nicht mehr und orientiert sich eben anderweitig.

Erkennen Sie die Parallelen...? Was bitte nützt es den Holzohren oder irgend jemandem sonst ganz unter sich zu bleiben, praktisch jeden zu verärgern und möglichst schnell wieder zu vertreiben, der sich im HiFi-Forum meldet um von seinen Erfahrungen mit seinen HiFi-Geräten zu berichten, der sich nicht sozusagen auf Knopfdruck “umdrehen und bekehren” lässt...? Niemandem natürlich, außer einigen zutiefst egomanischen Holzohren selbst. Warum die Klügeren, die Vernunftbegabteren unter den Holzohren und vor allem die Betreiber* der Seite sich das von den Wenigen gefallen lassen ist mir bis heute nicht klar. Bereits im Jahr 2012 habe ich die Situation, so wie sie sich mir seit geraumer Zeit darstellt, in einem Beitrag umschrieben.

Häschen-2

Obwohl jedem Holzohr die Außensicht auf das Geschehen spätestens nach diesem Beitrag hätte klar sein müssen, ließ man von der kontra- produktiven Strategie nicht ab. Jedem hätte auch klar werden müssen, dass man sich durch selbstgewählte Isolation und Passivität ins Abseits bringt. Die Vorstellung, jemand würde aufgrund einer Suchmaschine unter tausenden von Beiträgen zufällig genau dorthin gelangen, wo man sich vielleicht vor Jahren in dieser oder jener Weise zu einem Thema geäußert hat, scheint mir recht naiv.

Wäre man einen anderen Weg gegangen, hätte Teilnehmer die sich zu ihren Wahrnehmungen äußerten ernst genommen, hätte fair mit ihnen diskutiert, sich häufiger mit ihnen getroffen, mit ihnen gemeinsam Versuche angestellt und gemeinsam im Anschluss darüber berichtet, wäre das öffentliche Interesse weit höher gewesen und die Zahl neuer Mitglieder wäre nach meiner Überzeugung sprunghaft angestiegen. Vorschläge zur Zusammenarbeit oder zur Kooperation habe ich in den Jahren mehrere gemacht. Herausgekommen ist dabei fast nichts, weil Holzohren - von ganz wenigen Ausnahmen einmal abgesehen - lieber im Verborgenen blieben und ihre Anonymität nicht aufgeben mochten. Dies rächt sich nun durch Stagnation und Langeweile.

Alleine den Zustand zu beklagen hilft aber nicht. Wenn ich Betreiber* des HiFi - Forums wäre, würde ich mich einmal ernsthaft fragen wie lange ich es noch zulassen will, dass ein paar Dutzend geschäfts- schädigend agierender Diskutanten gemeinsam mit einigen gleich gesinnten Moderatoren auf lange Sicht den Neuzugang zehntausender, möglicherweise sogar hunderttausender neuer Mitglieder verhindern, die gerne ungestört über ihre Hörerfahrungen mit anderen Forenmit- gliedern  diskutieren möchten. Falls die Betreiber sich diese Frage nicht stellen, könnte das evtl. jemand aus meinem Umfeld tun, der Kontakt zur K&K GmbH besteht ja bereits. Auch wäre es sicherlich interessant die vielen Werbekunden einmal danach zu befragen wie sie das sehen. 

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DÄMONISIERUNG, DISKREDITIERUNG, HERABWÜRDIGUNG...

Sprache ist stets sehr verräterisch. Sie zeigt einem Zuhörenden oder Lesenden nicht nur die sachliche Position des Verfassers eines Textes, sondern gibt zugleich Aufschluss über seine Persönlichkeit, seinen Charakter, den Grad seiner Bildung und nicht zuletzt über die gefühlsmäßige Verfassung in der er gerade spricht oder (sinnbildlich) zur Feder greift. Um ergebnisorientiert und zielführend kommunizieren zu können, ist es nicht nur erforderlich die Sprache weitgehend zu beherrschen, sondern auch seine Emotionen kontrollieren und sachlich bleiben zu können. Dies sollte bei schriftlichen Äußerungen wesentlich besser gelingen als in einer verbalen Auseinandersetzung, bei der immer die Gefahr besteht einmal zu entgleisen und den Pfad rein sachlicher Argumentation zu verlassen. Kommt es jedoch bei schriftlicher Darlegung der eigenen Überzeugungen zu Entgleisungen, die nicht wieder zurückgenommen werden, darf davon ausgegangen werden, dass das, was nun dort geschrieben steht, auch so gemeint ist.

Wenn man sich die Threads einmal genauer anschaut, in denen es um die klanglichen Aspekte von HiFi - Gerätschaften geht, dann fällt sofort auf dass praktisch immer wieder dieselben Diskutanten sprachlich entgleisen. Da werden zum Beispiel Fachzeitschriften pauschal als “Flachpresse” abgeurteilt. Nun mag man mit dem, was in diesen Zeitschriften steht, übereinstimmen oder auch nicht. Einen nachvollziehbaren Grund die herabwürdigende Bezeichnung “Flachpresse” zu verwenden gibt es meines Erachtens dennoch nicht. Auch halte ich es für unangemessen z.B. bekannte und erfolgreiche deutsche und ausländische Entwickler von hochpreisigen und eigenständig klingenden Verstärkern als “Hinterhof- oder Garagenbastler” zu bezeichnen, eine ehrverletzende Begrifflichkeit, die von einigen Holzohren im Überschwang der Gefühle immer wieder gewählt wird. Derart pauschale Diskreditierungen halte ich für verwerflich. Wenn jemand das Produkt eines Herstellers zu teuer ist, oder wenn ihm ein anderer Aspekt daran nicht gefällt, dann soll er es eben nicht kaufen. “Scharlatane” und “Schlangenölverkäufer” geht so manchem Holzohr nur allzu leicht über die Lippen, weil nach dessen Einschätzung der Preis eines Produktes zu hoch angesetzt ist, oder weil ihm die technische und klangliche Beschreibung eines Produktes nicht zutreffend erscheint. Dieser Meinung kann man ja durchaus sein, aber mit dem Versuch der öffentlichen Dämonisierung und der Verunglimpfung eines Anbieters in Verbindung mit z.T. unflätigen Beschimpfungen erreicht man bei seinen Zuhörern oder Lesern gemeinhin nichts, außer sich selbst als ernst zu nehmenden Diskussionsteilnehmer zu disqualifizieren.

Dennoch wird dieser bekanntermaßen unzweckmäßige Weg von einigen Holzohren immer wieder gewählt, aber warum...? Aus meiner Sicht ist dies ein Ausdruck von offen zutage tretender Hilflosigkeit. Man möchte den vermeintlichen “Gegner” unbedingt, um jeden Preis und am liebsten sofort coram publico “besiegen”, und weil dieses einfach nicht gelingen will wächst die Anspannung, die Verzweiflung, das Gefühl von Machtlosigkeit, sogar von Unterlegenheit, das die hiervon Betroffenen Personen dann zu solchen sprachlichen Mitteln greifen lässt. Mit etwas mehr Ruhe und Gelassenheit, mit etwas größerer innerer Distanz, mit ein wenig mehr Souveränität im Angesicht eines offenkundigen Dissens, ließen sich genau dieselben Sachverhalte zutreffend beschreiben ohne dabei ausfällig zu werden. Dass nicht nur ich das Fehlverhalten von Holzohren sowie von einzelnen Moderatoren missbillige zeigt - stellvertretend für viele - die nachfolgende eMail, die ich kurz nach meinem Weggang erhalten habe, und die ich hier mit der Erlaubnis des Absenders (natürlich anonymisiert) veröffentliche.

Natürlich gibt es auch die anderen, die negativen Kommentierungen, wie die rechts daneben zu sehende eMail zeigt. Derer sind es zwar nicht viele, aber der Fairness halber sollen hier auch solche Kommentatoren zu Wort kommen, die nicht mit mir übereinstimmen, wobei es sich wiederum nur um ein beliebiges Beispiel handelt.  

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a

Sperrung-11 eMail-neg-19

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                                                                                                                 DAS FAZIT

Vieles ließe sich über das Thema Holzohren noch schreiben, aber ich denke es ist auch so klar geworden womit man es im HiFi-Forum zu tun hat. Mit einer kleinen Gruppe von unentwegten Eiferern die es sich zum Ziel gesetzt hat, alles was mit unterschiedlichem Klang von HiFi - Geräten zu tun hat zu negieren, und so weit es ihr nur irgend möglich ist das Thema aus dem HiFi - Forum fern zu halten. Nur wie kommt jemand auf solche Ideen...? Ich vermute dass vor Jahren irgendein Techniker mal damit angefangen hat jemanden, der vom tollen Klang seiner Geräte schwärmte, mit technisch / physikalischen Argumenten “in die Schranken” zu weisen. Andere Techniker fanden das anscheinend toll und sind auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Es ist für manche Menschen ja auch zu verführerisch sich in der Gruppe stark zu fühlen und jemanden mit vereinten Kräften “fertig” zu machen. Ein besonderer Reiz könnte auch darin bestehen, dass man das im Netz praktisch ungestraft tun kann, die Anonymität bietet hier einen recht guten Schutz.

Sollte man deshalb das HiFi - Forum meiden...? Auf gar keinen Fall...!!! Das HF ist eine phantastische Einrichtung für jemanden der Rat und Hilfe benötigt. Auch mir wurde schon viele Male geholfen, wofür ich allen Unterstützern nach wie vor sehr dankbar bin. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle um welche Fragen es geht. Praktisch immer wird man hier wertvolle Tips erhalten, weil der Erfahrungsschatz von mehreren hunderttausend Leuten, auf die ein Ratsuchender (theoretisch) zurückgreifen kann, enorm groß ist. Solange man dabei die kritischen Themen Klang von HiFi - Geräten, Einfluss von Verbindungskabeln , Einfluss der Stromversorgung, Einfluss von HiFi - Racks etc. vermeidet ist man im HF (meist) gut aufgehoben. Will man jedoch über genau diese Themen sprechen ist man es aus oben genannten Gründen nicht. Das wird sich nach meiner Einschätzung auch vorerst nicht ändern, zumindest solange nicht, wie die Administration des Forums neue Moderatoren praktisch ausschließlich aus den Reihen der seit Langem einschlägig postenden Holzohren rekrutiert, sozusagen eine Art ideologischer “Inzucht” betreibt. Es sei denn die Betreiber der Seite finden irgendwann einen Weg diesen aus meiner Sicht geschäftsschädigenden Teufelskreis zu durchbrechen. Gelingt ihnen dies nicht, werden Holzohren auch in Zukunft den (diesbezüglich) schlechten Ruf des HiFi - Forums pflegen und unzählige Menschen daran zu hindern suchen, dort offen auch über ihre Erfahrungen mit den klanglichen Eigenschaften ihrer HiFi - Geräte zu berichten.  

Pelmazo-Tip

Mit diesen versöhnlichen Worten PELMAZOS will ich meine Ausführungen zum HiFi - Forum beenden. Nein, Audiophile brauchen keine Ausreden, sie sollten auch zukünftig die Verstärker, CD-Player, Wandler oder was auch immer kaufen die ihnen klanglich am besten gefallen. Und ja, sie sollten auch unumwunden zugeben dass es nicht die nachweisbaren Unterschiede sein müssen, die für ihre Kaufentscheidungen eine wesentliche Rolle spielen. Es reicht völlig aus die wahrgenommenen Klangunter- schiede in die Kaufentscheidung mit einfließen zu lassen und dazu zu stehen.

Vor allem sollten sie sich von niemandem dazu anstiften lassen diese wahrgenommenen Klangunterschiede um jeden Preis zu verteidigen oder gar in Blindtests nachweisen  zu wollen. Private Anlagenbesitzer benötigen solche Blindtests ohnehin nicht, und der Forderung anderer nachzukommen hieße entweder enormen Aufwand treiben zu müssen, oder denjenigen, die von vorne herein wissen dass im Speed - BT keine feinen Unterschiede mehr gehört werden können, auf den Leim zu gehen. Und selbst wenn Sie ohne jede Nachprüfung davon überzeugt sind Ihre geliebten, vielleicht im oberen Preissegment angesiedelten Threshold-, Krell- oder Gryphon-Endstufen klingen überragend gut und somit um Klassen besser als andere, dann ist diese Überzeugung keinen Deut weniger wert als die unbewiesene Überzeugung mancher Holzohren, mit ihren ach so modernen, oft billig gemachten, tendenziell schwachbrüstigen und mit vielerlei für Stereo - Wiedergabe unnötigen DSP - Funktionen ausgestatteten AVR - Kistchen aus dem Kaufhausregal sei der Himmel der audiophilen Glückseligkeit bereits erreicht. Lassen wir sie ruhig in dem Glauben. Sollten den Anhängern dieser Überzeugung dann doch irgendwann Zweifel kommen, dann brauchen sie nur im HiFi-Forum nachzufragen, dort werden sie die unzutreffende aber ersehnte Bestätigung finden, dass sie klanglich das Beste besitzen das man für Geld und gute Worte kaufen kann. Diese Träumer können dann aufatmen und weiterhin fest daran glauben. Sollte jemand sich jedoch (so wie ich) für klassisches und hochwertiges HiFi- Equipment ohne Schnickschnack und ohne die ganzen überflüssigen Spielereien begeistern, einen ausreichend großen Raum zur Verfügung haben, über das notwendige Kleingeld verfügen und seinem eigenen Urteil trauen, dann gibt es noch genügend erfahrene und zugleich seriöse Händler mit faszinierenden Anlagen, von deren klanglichen Fähigkeiten sich jeder Interessierte selbst überzeugen kann, Anlagen, die den Besuch des HiFi- Forums und die Meinung von Holzohren hinsichtlich des Klanges - sowie irgendwelche sinnlosen und unerfreulichen Streitereien mit diesen - vollkommen überflüssig machen. Zum Glück...

 

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Anlage-W8ab

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